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Panorama Über Jahre laufende Nase war Hirnflüssigkeit
Nachrichten Panorama Über Jahre laufende Nase war Hirnflüssigkeit
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15:47 19.11.2018
Hinter einer laufenden Nase kann mehr stecken als ein Schnupfen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Johnston County

Fünf Jahre lang litt Greg Phillpotts, ein Mann aus North Carolina in den USA, an einer laufenden Nase. Er konsultierte einen Arzt nach dem nächsten und vermutete am Ende einfach eine Allergie. Als sich herausstellte, dass es sich um Hirnflüssigkeit handelte, die aus seiner Nase kommt, war er schockiert – aber auch erleichtert, denn das Ganze konnte behandelt werden, bevor es infektiös wurde.

An Thanksgiving 2017 tropfte plötzlich Flüssigkeit aus seiner Nase – direkt in das Essen, das er gerade zubereitete. „Und dann war das ganze Abendessen vermasselt“, sagt Phillpotts gegenüber ABC News. Bereits nachdem das Problem bei ihm vor etwa fünf Jahren erstmals auftrat, konsultierte er verschiedenste Ärzte – die diagnostizierten bei ihm Lungenentzündung oder Bronchitis. Er selbst hielt seine laufende Nase für das Symptom irgendeiner Allergie und stopfte sich Papiertaschentücher in die Nase.

Zwischen Nase und Gehirn gab es ein Leck

Schließlich stellte ein Arzt dann aber fest, was Greg Phillpotts wirklich hatte. Alfred Iloreta vom New Yorker Mount Sinai Hospital diagnostizierte einen Defekt im Bereich zwischen Gehirn und Nase. Dadurch konnte Zerebrospinalflüssigkeit aus der Nase austreten. Diese Flüssigkeit, auch Hirnwasser genannt, umgibt eigentlich das Gehirn und soll das wichtige Organ polstern und schützen. Täglich produziert jeder erwachsene Mensch etwa 600 Milliliter davon.

Greg Phillpotts konnte schließlich erfolgreich operiert werden. Die Ärzte schlossen das Leck während einer minimalinvasiven Schädel-OP mit hauteigenem Material. Es hätte aber auch viel schlimmer kommen können. Bakterien könnten über die Nase ins Gehirn gelangen und dort eine Meningitis, eine Hirnhautentzündung, auslösen. Symptome, die einen aufhorchen lassen sollten, sind Kopfschmerzen, Seh-, Hör- und Gleichgewichtsstörungen. Die Flüssigkeit ist klar und wässrig und tritt aus Nase oder Ohr aus – vor allem, wenn der Patient seinen Kopf neigt oder sich besonders anstrengt. Dann könnte es mehr sein als eine einfache Erkältung.

Von RND/df

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