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Panorama Umfrage: Raserurteil trifft auf breite Zustimmung
Nachrichten Panorama Umfrage: Raserurteil trifft auf breite Zustimmung
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08:27 04.03.2017
Zwei Männer waren am Montag für ihr Rennen am Berliner Kurfürstendamm, bei dem ein Unbeteiligter zu Tode kam, zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Zwei Männer waren am Montag für ihr Rennen am Berliner Kurfürstendamm, bei dem ein Unbeteiligter zu Tode kam, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Quelle: Britta Pedersen/archiv
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Berlin

Die bundesweit erste Verurteilung zweier Autoraser wegen Mordes trifft bei Deutschen auf sehr breite Zustimmung. Fast 90 Prozent antworteten in einer YouGov-Umfrage, ob das Strafmaß für das Vergehen richtig sei, mit „auf jeden Fall“ (70 Prozent) oder aber mit „eher ja“ (18 Prozent).

„Auf keinen Fall“ sagten demnach nur 3 Prozent, „eher nicht“ 5 Prozent. Der Rest machte keine genaue Angabe. Auffällig: Bei den befragten Männern antworteten 11 Prozent mit „Auf keinen Fall/eher nicht“, bei den Frauen nur 6 Prozent.

Nach Altersgruppen geordnet war die Auf-jeden-Fall-Zustimmung bei den jüngsten Befragten (18 bis 29 Jahre) mit 56 Prozent am geringsten. In den übrigen Altersgruppen lag sie bei 70 Prozent und mehr.

Zwei Männer waren am Montag für ihr Rennen am Berliner Kurfürstendamm, bei dem ein Unbeteiligter zu Tode kam, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Es war bundesweit der erste Fall, in dem Raser des Mordes schuldig gesprochen wurden. Das Urteil des Berliner Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

Laut YouGov-Umfrage findet auch die weitergehende Fragestellung, dass illegale Autorennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern grundsätzlich als Straftatbestand, zu ahnden sein sollten, breite Zustimmung. „Auf jeden Fall“ sagten 81 Prozent, „eher ja“ 13 Prozent. „Eher nicht“ meinten lediglich 2 Prozent, „auf keinen Fall“ nur ein Prozent. Der Rest machte keine Angabe.

Eine Reihe von Bundesländern brachte kürzlich einen Gesetzentwurf auf den Weg, illegale Autorennen als Straftatbestand zu ahnden, was demnach bis zu zwei Jahre Gefängnis und einen Entzug des Führerscheins bedeuten würde.

dpa

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