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Panorama Vater des Vergewaltigungsopfers von Mallorca hat Angst um seine Tochter
Nachrichten Panorama Vater des Vergewaltigungsopfers von Mallorca hat Angst um seine Tochter
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09:01 12.07.2019
Auf der Partyinsel Mallorca soll eine 18-Jährige von zwei Männern vergewaltigt worden sein. Quelle: Clara Margais/dpa
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Cala Rajada

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer deutschen Urlauberin auf der Partyinsel Mallorca hat die Familie nun Angst um die 18-Jährige – sie befürchten, das Mädchen könnte sich etwas antun.

In einem Interview mit dem Sender „RTL“ spricht der Vater des mutmaßlichen Opfers über seine Gefühle und den Zustand seiner Tochter. Als er von der Vergewaltigung erfuhr, war er wie gelähmt. „Das ist ein Gefühl, als wenn in Ihnen etwas explodiert. Ich war erstmal handlungsunfähig. Ich habe dagesessen und nicht gewusst, was ich tun soll“, so der Mann zu „RTL“.

„Es hat gedauert, bis ich begriffen hab, das war eine Vergewaltigung

Er habe gemerkt, dass mit seiner Tochter etwas nicht stimme. „Ich habe gefragt: ,Ist dir was Schlimmes passiert?’ Ein Autounfall? Es kann ja alles mögliche passieren. Das man sich die Beine bricht oder noch viel schlimmer. Da war ich happy, als sie sagt ,Ne, ist alles gut’“, so der Vater. „Aber die Stimme hat sich nicht so angehört. Das hat erst gedauert, bis ich begriffen hab, das war eine Vergewaltigung.“

Seine Tochter hat laut der spanischen Polizei ausgesagt, dass sie vor gut einer Woche in einem Hotelzimmer von zwei Männern im Beisein von zwei weiteren Unbekannten vergewaltigt worden sei. Auf dem Flughafen von Palma wurden die tatverdächtigen Deutschen kurz vor ihrem Abflug festgenommen. Während zwei der Beschuldigten wieder auf freiem Fuß sind, sitzen die anderen beiden in Untersuchungshaft – ohne Kaution.

Die Touristin habe ihren Angaben zufolge die Männer beim Feiern kennengelernt und sei freiwillig mit ihnen ins Hotel gegangen. Laut „Diario de Mallorca“ erklärten sich die Tatverdächtigen vor dem Haftrichter für unschuldig.

Vater wacht aus Angst um seine Tochter nachts schweißgebadet auf

Der Vater des mutmaßlichen Opfers wache seit dem Vorfall nachts schweißgebadet auf und hat ständig Angst, dass sich seine Tochter etwas antut. Um sich nicht mit möglichen Krankheiten ihrer Vergewaltiger zu infizieren, muss die 18-Jährige laut „RTL“ Medikamente nehmen. „Die Nebenwirkungen sind Depressionen und Suizidgefahr“, so ihr Vater.

Jetzt habe seine Tochter das erste Mal seit ihrer Rückkehr von Mallorca alleine in ihrer Wohnung geschlafen. „Da kriegt man schon leichte Panik. Ist da was passiert? Wir sind heute Morgen wirklich hingefahren, sind reingeschlichen und haben geguckt, ob alles okay ist.“

Seine Tochter werde nun psychologisch behandelt. „Sie hat Vertrauen gefasst und ich hoffe, dass die Behandlung in eine positive Richtung geht. Das ist unheimlich wichtig.“

Lesen Sie auch:Gruppenvergewaltigung auf Mallorca: Das sagen die Hotelnachbarinnen der Verdächtigen

Von RND/mat

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