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Panorama Vater sucht in Kita nach seiner Tochter – und findet sie an speziellem Ort
Nachrichten Panorama Vater sucht in Kita nach seiner Tochter – und findet sie an speziellem Ort
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21:04 25.03.2019
Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine bemalte Wand einer Kita (Symbolfoto). Quelle: Peter Kneffel/dpa
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Görzke

Diesen Schreck möchten wohl keine Eltern bekommen: Baff war kürzlich ein Vater, als er zum Feierabend seine Tochter aus der Kindertagesstätte „Flämingstrolche“ in Görzke (Landkreises Potsdam-Mittelmark) abholen wollte. Die Tochter sei nicht mehr da und schon aus der Einrichtung abgeholt worden, teilte ihm die Erzieherin mit. Der Vater konnte und wollte das nicht glauben. Doch tatsächlich befand sich das Kind zu diesem Zeitpunkt nicht im Gruppenraum.

Der Vater ließ zum Glück nicht locker. Für ihn war es unbegreiflich, warum seine Tochter nicht mehr in der Kita sein sollte. Er bestand darauf nach seinem Kind suchen zu dürfen. In Begleitung der Erzieherin wurde dabei auch der Sanitärraum betreten. Aufatmen beim Vater: Seine Tochter saß geduldig auf dem Topf. Die Erzieherin war dagegen peinlich berührt. Sie wusste nicht, dass sich im WC noch ein Kind aufhält.

Darf so etwas passieren? „Nein. So etwas hat es bei uns noch nicht gegeben. Und das soll auch nie wieder vorkommen“, sagte Kita-Leiterin Juliane Steffen auf Nachfrage. Sie sprach von einem „bedauerlichen Missverständnis“ zwischen zwei Erzieherinnen. Jedoch sei das Kind zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, stellte die Leiterin klar.

Eine Entschuldigung und ein klärendes Gespräch

Als Reaktion auf den Vorfall setzte Steffen ein interne Team-Beratung an. Unter anderem wurde festgelegt, dass ab sofort die Abholung der Kinder dokumentiert wird, um mögliche Ungereimtheiten über die Anwesenheit von Mädchen und Jungen für die Zukunft auszuschließen.

Unmittelbar nach dem Happy End in der Einrichtung informierte Kita-Leiterin Steffen Bürgermeister Jürgen Bartlog und empfahl einen offenen Umgang über den Vorfall, um Gerüchten vorzubeugen. So war die Kita nicht bereits geschlossen, als das Mädchen gesucht wurde. Es gab eine Entschuldigung und ein klärendes Gespräch mit den Eltern.

Die Kommune ist Träger des Hauses. Informiert wurde allerdings auch das Amt Ziesar. Die für das Sozialwesen zuständige Amtsleiterin Eva Friedrich bestätigte auf Nachfrage eine Aussprache im Kita-Team mit Aktennotiz, um Wiederholungen auszuschließen.

Von Frank Bürstenbinder/MAZ/RND

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