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Panorama Verdächtige nach Tötung von Holocaust-Überlebender in U-Haft
Nachrichten Panorama Verdächtige nach Tötung von Holocaust-Überlebender in U-Haft
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11:03 27.03.2018
Absperrband der Polizei unweit eines Tatortes in Paris.
Absperrband der Polizei unweit eines Tatortes in Paris. Quelle: Lisa Kreuzmann/archiv
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Paris

Nach dem gewaltsamen Tod einer 85-jährigen Holocaust-Überlebenden in Paris hat die französische Justiz zwei Verdächtige in Untersuchungshaft genommen.

Ihnen werde vorsätzliche Tötung aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit des Opfers zu einer Religion vorgeworfen, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Das Opfer Mireille Knoll war den Angaben zufolge Jüdin.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Innenminister Gérard Collomb reagierten empört auf den Fall, der über die Grenzen Frankreichs hinweg Aufsehen erregte. „Ich bestätige meine uneingeschränkte Entschlossenheit, gegen den Antisemitismus zu kämpfen“, teilte Macron via Twitter mit.

Die 85-Jährige war laut einer Mitteilung des jüdischen Dachverbands Crif am Freitag tot in ihrer verbrannten Wohnung in Paris aufgefunden worden. Laut einem Bericht der Zeitung „Le Parisien“ waren an der Leiche des Opfers Spuren von Messerstichen gefunden worden. Den Verdächtigen wird auch schwerer Raub und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie es aus Justizkreisen hieß. Der Dachverband Crif rief zu einem Protestmarsch am Mittwoch auf.

Knolls Sohn hatte der französischen Nachrichtenagentur AFP gesagt, seine 1932 geborene Mutter sei 1942 nur knapp vor der „Razzia vom Vélodrome d'Hiver“ entkommen, indem sie mit ihrer Mutter kurz zuvor aus Paris geflohen sei. Damals hatten französische Polizisten auf Veranlassung der deutschen Besatzer 13.000 Juden festgenommen. Die meisten von ihnen wurden später ins Konzentrationslager Auschwitz gebracht und ermordet.

Die EU-Kommission forderte nach dem Tod der 85-Jährigen mehr Engagement gegen Judenhass. „Vertreiben wir den Antisemitismus aus Europa, ein für alle Mal“, schrieb Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans auf Twitter.

dpa

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