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Panorama Wenn die Wildschweine strahlen
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00:00 17.03.2015
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München

Knapp 30 Jahre nach dem Atomunglück von Tschernobyl sind immer noch viele Wildschweine in Bayern radioaktiv belastet. Der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm wird teilweise um mehr als das Zehnfache überschritten. Das geht aus der Antwort des bayerischen Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Im Landkreis Augsburg überschritt 2013 sogar über die Hälfte der 612 genommenen Proben den Grenzwert.

In den zwölf Landkreisen, die 1986 am stärksten von der Tschernobyl-Wolke getroffen worden waren, lagen insgesamt 1332 Proben über dem Grenzwert. Nach den Daten der amtlichen Lebensmittelüberwachung wird der Grenzwert zum Teil sehr weit überschritten. So wurden in Cham 2013 bei einem erlegten Tier 9840 Becquerel pro Kilogramm gemessen. Die Behördenmitarbeiter fanden aber kein radioaktiv belastetes Fleisch im Handel oder in Gaststätten.

Keine Auskunft kam zu der Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass das Fleisch nicht getesteter Tiere radioaktiv belastet sein könnte. Das Ministerium verweist in seiner Antwort darauf, dass Wildschweinfleisch ein Lebensmittel „von geringer Bedeutung“ sei. Die durchschnittliche Verzehrmenge pro Kopf liege bei 600 Gramm pro Jahr. Wildbret mit einer Belastung von über 600 Becquerel pro Kilo darf nicht in den Handel gelangen, die Jäger können dafür beim Bundesverwaltungsamt einen Schadenausgleich beantragen.



OZ

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