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Panorama Wer gewinnt den großen Preis: Kindermädchen oder Königin?
Nachrichten Panorama Wer gewinnt den großen Preis: Kindermädchen oder Königin?
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08:00 23.02.2019
Ein Favorit: „The Favourite“, Historiengroteske mit einer starken Emma Stone.dpa
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Los Angeles

So offen war das Oscarrennen selten: Als Favoriten bei der 91. Verleihung in der Nacht zu Montag gelten „Roma“ und „The Favou­rite“ mit je zehn Nominierungen. Insgesamt sind acht Kandidaten in der Königskategorie um den „besten Film“ benannt, darunter das Musikerdrama „A Star Is Born“, der Queen-Film „Bohemian Rhapsody“ und die Politsatire „Vice: Der zweite Mann“.

In dem in Schwarz-Weiß gedrehten Netflix-Drama „Roma“ erzählt Alfonso Cuarón die von eigenen Kindheitserlebnissen inspirierte Geschichte einer Familie im Mexiko der Sechzigerjahre. Im Mittelpunkt: Kinder- und Hausmädchen Cleo, gespielt von der Mixtekin Yalitza Aparicio. Der Triumph würde auch Netflix glücklich machen: Der Streamingdienst sehnt sich nach Oscarruhm. „Roma“ könnte sowohl den Toppreis als bester Film als auch den Auslandsoscar holen. Diese Kombination gab es noch nie.

Schrill geht es in der Historiengroteske „The Favourite“ über In­trigen am Hof der britischen Queen Anne Stuart zu. Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos setzt auf schräge Charaktere und sein geniales Frauentrio Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone, verstrickt in einen Zickenkrieg.

Noch vor drei Jahren stand die Preisgala unter dem Motto „OscarsSoWhite“ in der Kritik. Nun ist das Kandidatenfeld deutlich bunter. Das liegt zum Beispiel auch an der Tragikömodie „Green Book – Eine besondere Freundschaft“. Das Buddy-Movie über einen schwarzen Pianisten (Mahershala Ali) und seinen weißen Chauffeur (Viggo Mortensen) erzählt vom Rassismus in den Sechzigern im Süden der USA. Ist dies das Jahr der schwarzen Superhelden? Mit dem Blockbuster „Black Panther“ hat es zum ersten Mal eine Comicbuchverfilmung zu einer Nominierung in der Spitzenkategorie gebracht. Und auch der ewige Provokateur Spike Lee ist mit seiner Ku-Klux-Klan-Komödie „BlacKkKlansman“ am Start.

In der Sparte „beste Dokumentation“ nominiert: Der syrische Regisseur Talal Derki lebt mittlerweile in Deutschland und kann für seinen Film „Die Kinder des Kalifats“ auf den Oscar hoffen. Quelle: Jens Kalaene/dpa

Ebenso dürfen deutsche Filmfans der Oscargala entgegenfiebern. Mit dem – nicht nur positiv aufgenommenen – Künstlerporträt „Werk ohne Autor“ könnte Florian Henckel von Donnersmarck seinen zweiten Auslandsoscar gewinnen – zwölf Jahre nach seinem Erfolg mit dem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“. Überraschung am Rande: Auch US-Kameramann Caleb Deschanel wurde für seine Arbeit an „Werk ohne Autor“ nominiert. In der Sparte „beste Dokumentation“ ist „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ des aus Syrien stammenden und in Berlin lebenden Regisseurs Talal Derki unter den fünf Anwärtern.

Hollywoodlegende Glenn Close sollte auf alle Fälle eine Dankesrede parat haben. Mit ihrer bewegenden Hauptrolle in „Die Frau des Nobelpreisträgers“ gilt die 71-Jährige als Favoritin. Es wäre ihr erster, längst überfälliger Oscartriumph. Der scheint auch Rami Malek mit seiner verblüffenden Verwandlung in den Queen-Sänger Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ so gut wie sicher. Oder holt sich Christian Bale als moppeliger ­„Vice“ Dick Cheney die Trophäe?

Von Barbara Munker und Stefan Stosch

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