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Politik Aus Dreien wird eine: Malu Dreyer ab Oktober allein an SPD-Spitze
Nachrichten Politik Aus Dreien wird eine: Malu Dreyer ab Oktober allein an SPD-Spitze
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17:26 10.09.2019
Muss ab Oktober für einige Wochen allein die SPD anführen: Malu Dreyer. Quelle: Soeren Stache/dpa
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Mainz/Schwerin/Berlin

Nach der Krebserkrankung von Manuela Schwesig wird die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer von Oktober an für einige Woche alleine die kommissarische Spitze der Bundes-SPD übernehmen. Es seien dann nur noch wenige Wochen bis zum Bundesparteitag, sagte Dreyer am Dienstag in Mainz. Der andere Co-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel aus Hessen tritt wie geplant zum 1. Oktober seinen Posten als Arbeitsdirektor bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit an, wie er sagte.

Pressekonferenz: Manuela Schwesig gibt ein erstes Statement zu ihrer Krebs-Erkrankung

Schwesig hatte zuvor eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht und angekündigt, ihr Parteiamt auf Bundesebene niederzulegen. Sie bleibt aber Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Landeschefin.

Das Verfahren für die Suche nach einer neuen Parteispitze laufe gut, sagte Dreyer. Der Pfad für einen „erfolgreichen Bundesparteitag“ sei im Trio bereits gelegt worden. Zudem werde Schäfer-Gümbel sie weiter ehrenamtlich unterstützen. „Die Parteiführung wird nicht erschüttert“, betonte Dreyer. Die Kandidaten für die SPD-Spitze sollten sich am Dienstagabend in Nieder-Olm bei Mainz präsentieren. Dort ist eine von bundesweit insgesamt 23 SPD-Regionalkonferenzen.

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Dreyer selbst hatte eine eigene Kandidatur für den Bundesvorsitze bei den krisengeschüttelten Sozialdemokraten früh ausgeschlossen. Sie sagte stets, für sie sei schon lange klar, dass sie als Ministerpräsidentin bei der nächsten Wahl in Rheinland-Pfalz wieder antreten wolle. Details zur künftigen Aufgabenverteilung in der Interims-Parteispitze auf Bundesebene würden in den kommenden Tagen besprochen, erläuterte Dreyer. Der Parteitag mit Wahl einer neuen Parteispitze ist vom 6. bis 8. Dezember in Berlin geplant.

Sie können sich vorstellen, dass uns das sehr erschüttert hat, diese Diagnose

Malu Dreyer; komm. SPD-Vorsitzende

Dreyer und Schäfer-Gümbel bedauerten den Rückzug von Schwesig, mit der sie gut zusammengearbeitet hätten, äußerten zugleich aber vollstes Verständnis dafür. „Sie können sich vorstellen, dass uns das sehr erschüttert hat, diese Diagnose“, sagte Dreyer. „Wir haben größtes Verständnis dafür, dass sie ihre Prioritäten jetzt setzen muss, und das auch getan hat.“ Schwesig sei eine junge, dynamische Frau. „Es ist einfach schlimm, dass sie jetzt mit dieser Krankheit konfrontiert ist.“

Schäfer-Gümbel dankte Schwesig für die „wirklich wunderbare Zusammenarbeit“. Die Grundlage sei gelegt worden, um für die SPD optimistisch nach vorne schauen zu können. Dazu habe gerade auch die „fröhliche Art von Manuela Schwesig“ in vielen Runden beigetragen. Auch andere Politiker zeigten Anteilnahme an der Erkrankung Manuela Schwesigs.

Dreyer sagte, es seien dann nur noch wenige Wochen bis zum Bundesparteitag, bei dem vom 6. bis 8. Dezember in Berlin eine neue Parteispitze gewählt wird.

RND/dpa

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