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Politik Bannon bedauert Auswirkungen seiner Äußerungen
Nachrichten Politik Bannon bedauert Auswirkungen seiner Äußerungen
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19:31 07.01.2018
Steve Bannon, ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Trump.
Steve Bannon, ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Trump. Quelle: Michael Kappeler/archiv
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Washington

Donald Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon hat Bedauern über die Auswirkungen von Bemerkungen geäußert, mit denen er im Enthüllungsbuch „Fire and Fury“ zitiert wird.

In einer der Nachrichten-Webseite Axios zugeleiteten Erklärung bekundete er nach deren Angaben zugleich „unerschütterliche Unterstützung“ für den US-Präsidenten und dessen Agenda. Ausdrücklich lobt er darin den Trump-Sohn Donald Jr.

Dass die ihm zugeschrieben Äußerungen auch tatsächlich so gefallen sind, bestreitet Bannon in seiner Erklärung nicht. Bei der Schilderung chaotischer Zustände im Weißen Haus stützt sich der Buchautor Michael Wolff unter anderem auf Bannon.

Der ehemalige enge Vertraute von Trump geht Axios zufolge insbesondere auf sein im Buch zitiertes Urteil über ein Treffen von Donald Trump Jr., Schwiegersohn Jared Kushner und dem damaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfes 2016 ein. Trump Jr. hatte gehofft, dabei Schmutziges über die Wahlrivalin seines Vaters, Hillary Clinton, zu erfahren. Bannon wertet dieses Treffen dem Buch zufolge als „Verrat, unpatriotisch und üblen Mist“.

In seiner Erklärung sagt Bannon nun, dass sich die Bemerkung gegen Manafort gerichtet habe, nicht gegen Trump Jr. Letzterer sei sowohl ein „Patriot und ein guter Mann“. Manafort aber hätte wissen müssen, so Bannon, wie die Russen operierten und dass sie nicht Freunde der USA seien. „Ich bedauere, dass meine verspätete Antwort auf den inakkuraten Bericht bezüglich Don Jr. die Aufmerksamkeit von den historischen Errungenschaften im ersten Jahr der Präsidentschaft abgelenkt hat.“

Dem Treffen mit der Anwältin kommt besonderes Gewicht zu, weil ein Sondermittler untersucht, ob es zwischen dem Trump-Lager und Russland Absprachen zu einer Wahlbeeinflussung gegeben hat.

dpa

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