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Politik Bundeswehr-Whistleblower darf vorerst Soldat bleiben
Nachrichten Politik Bundeswehr-Whistleblower darf vorerst Soldat bleiben
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15:00 11.06.2019
Dem Soldaten, der hunderte Kameraden wegen rechtsextremer Äußerungen anzeigte, drohte die Entlassung. Diese wurde nun gestoppt. Quelle: Josef Hildenbrand/dpa
Berlin

Der Bundeswehr-Whistleblower Patrick J. soll nun doch nicht unehrenhaft entlassen werden. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ). Der Unteroffizier hatte über 100 Kameraden wegen vermeintlich rechtsextremer Äußerungen beim Militärischen Abschirmdienst (MAD) angezeigt. In einem Dossier sammelte er deren rechte Umtriebe, zum Bespiel in sozialen Medien. Er listete Beweise auf, dass sich ein Stabsunteroffizier im Internet mit Rechtsextremisten vernetzte und ein anderer Kamerad Facebook-Kontakte zu Reichsbürgern pflegte.

Das Personalamt der Bundeswehr wollte Patrick J. ursprünglich entlassen, weil es ihm an der „charakterlichen Eignung“ für den Soldatenberuf fehle. Er habe seine Kameraden zu Unrecht bezichtigt, hieß es. Der MAD bewertete die Beweislage in vielen Fällen als zu dünn. Nach SZ-Informationen ermittelt der Abschirmdienst nun bundeswehrintern in neun Fällen.

Die Bundeswehr ist in den letzten Monaten mehrfach wegen rechtsextremer Vorfälle in die Schlagzeilen geraten. Nach Terrorermittlungen gegen einen Soldaten hatte Ministerin von der Leyen vor zwei Jahren eine generelle Überprüfung des Traditionsverständnisses der Bundeswehr angeordnet.

Von lis/RND

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