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13:54 26.06.2018
Staatssekretär Peter Tauber: „Die Analyse zeigt, dass die verfügbaren militärischen Lufttransportkapazitäten derzeit nicht ausreichen.“ Quelle: epa
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Berlin

Das Bundesverteidigungsministerium hat eingestanden, dass die Bundeswehr aktuell unter gravierenden Problemen bei dem Transport von Soldaten in die Auslandseinsätze leidet. Aus einem internen Schreiben von Staatssekretär Peter Tauber an den Verteidigungsausschusses des Bundestags geht hervor, dass in diesem Jahr alleine 57 Prozent der Truppentransporte nach Afghanistan mehr als 24 Stunden verspätet waren. Das Schreiben vom 22. Juni dieses Jahres liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Mittwoch) exklusiv vor.

Auch bei den Flügen nach Mali und Jordanien gibt es demnach Probleme mit der Pünktlichkeit. „Die Analyse zeigt, dass die verfügbaren militärischen Lufttransportkapazitäten derzeit nicht ausreichen“, schreibt Staatssekretär Tauber. „Zur Kompensation bei Flugverschiebungen oder -ausfällen werden daher, abhängig von der aktuellen Bewertung der Bedrohungslage, kommerzielle Fluggesellschaften genutzt.“

Die Verspätungen entstehen dadurch, dass die Bundeswehr wegen zu wenig geeigneter eigener Flugzeuge auf die Hilfe der USA angewiesen ist, diese aber nicht zuverlässig zur Verfügung steht. „Das Problem ist uns bekannt. Kurzfristige Ausfälle können wir mit eigenen Mitteln nicht kompensieren“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage dem RND. „Im Zweifel geht die Sicherheit der Soldaten vor.“

Von RND

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