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Politik Bundeswehr macht der Reservisten-Ausbildung Beine
Nachrichten Politik Bundeswehr macht der Reservisten-Ausbildung Beine
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09:32 12.04.2018
Reservisten unterstützen die Bundeswehr bei verschiedenen Aufgaben. Ihre Ausbildung wird jetzt vereinfacht. Quelle: dpa (Archivbild)
Berlin

Die Bundeswehr kämpft verstärkt gegen den Personalmangel. Ab Donnerstag versucht die Truppe nun in Zusammenarbeit mit dem Reservistenverband sogenannte Ungediente an der Waffe auszubilden. Damit sind Menschen gemeint, die bisher keinen Kontakt zur Bundeswehr hatten und anderweitig berufstätig sind.

Schnelle Ausbildung

Die Ausbildung solle dabei „lebenslagengerecht“ sein, wie Oberst Oswin Veith, Präsident des Reservistenverbandes am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erklärte. „Lebenslagengerecht“ bedeutet, dass die Ausbildungseinheiten an 13 Wochenenden stattfinden, so dass die Teilnehmer weiterhin ihren Beruf ausüben können. Insgesamt soll die Ausbildung zum Reservisten mit dem Titel „Jäger der Reserve“ 178 Stunden dauern. „Diese Art der Ausbildung richtet sich an alle Menschen, die der Bundeswehr, dem Land dienen wollen und eine Laufbahn als Soldat bisher nicht angestrebt hatten“, sagte Veith.

Schießen mit Handwaffen

Am Donnerstag starten zunächst 19 Teilnehmer in Berlin zum Pilotprojekt. Sie sollen die Grundlagen des Soldatenlebens kennenlernen. Dazu gehören neben Sanitäts- oder Meldedienst später auch das Schießen mit Handwaffen. Der Reservistenverband, der zuletzt einige offenbar rechtsextreme Mitglieder wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ausgeschlossen hat, unterzieht seine Bewerber den gleichen Tests wie angehende Rekruten. „Alle Bewerber haben sich einer Überprüfung durch den Militärischen Abschirmdienst unterzogen“, erklärt Veith.

Wenn das Pilotprojekt ein Jahr lang erfolgreich verläuft, soll es dauerhaft fortgesetzt werden. Denn laut Veith braucht die Bundeswehr dringend mehr Personal. Derzeit liege der Beorderungsstand in den Regionalen Unterstützungskompanien bei rund 50 Prozent. Wer die neue Reservistenausbildung durchlaufen habe, könne direkt eine weiterführende Qualifikation beginnen und sich zum Vollzeitsoldat ausbilden lassen.

Von Jonas Nayda/RND

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