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Politik CDU-Berater Patzelt erwägt Klage gegen seine Universität
Nachrichten Politik CDU-Berater Patzelt erwägt Klage gegen seine Universität
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18:20 21.01.2019
Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt berät die CDU und streitet mit seiner Universität. Quelle: Oliver Killig/dpa
Berlin

Kurz nach seiner Berufung als neuer Wahlkampfberater der sächsischen CDU, liefert sich der Politikwissenschaftler Werner Patzelt eine Auseinandersetzung mit seiner Universität. Die TU Dresden hat dem Professor seinen Wunsch nicht erfüllt, ihn nach seiner Pensionierung im März als Seniorprofessor weiter zu beschäftigen. Gegen die damit verbundenen Vorwürfe erwägt Patzelt nun eine Klage.

In der sächsischen CDU soll Patzelt, der wegen Vorträgen bei und Gutachten für die AfD in der Kritik steht, am Wahlprogramm für die Landtagswahl im Herbst mitschreiben.

Die Politikprofessor des 65-Jährigen an der TU Dresden (TUD) endet Ende März aus Altersgründen Die Universität bestätigte in einer Pressemitteilung, die Philosophische Fakultät habe sich „letztlich gegen die Beantragung einer Seniorprofessur an das Rektorat entschieden“. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte darüber am Wochenende berichtet.

Der Prodekan der Fakultät, Lutz Hagen, sagte dem MDR: „Er wird nicht mehr als Hochschullehrer an der TU tätig sein.“ Die Universität betonte, Patzelt behalte dennoch seinen Professorentitel und könne „selbstverständlich seine laufenden Projekte beenden“.

Patzelt habe „Politik und Wissenschaft derart vermischt habe, dass dem Ruf der TUD und der Fakultät dadurch geschadet wurde“, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Unter anderem habe er seinen privaten politischen Blog unter der Adresse der TU Dresden beziehungsweise des Instituts für Politikwissenschaft laufen lassen „bis ihm das untersagt wurde“. Prodekan Hagen ergänzte, Patzelt habe mit Webseiten kooperiert, „die in sehr polemischer Weise die Kanzlerin angegriffen und mit (dem NS-Propagandaminister) Joseph Goebbels in Verbindung gebracht haben.

Ein weiterer Vorwurf der Universität: Er habe deren Rektor in unzutreffender Weise öffentlich vorgeworfen, ein von ihm selbst geplantes wissenschaftliches Institut verhindert zu haben.

Patzelt wies die Vorwürfe erneut zurück. Er werde „nötigenfalls gegen fortgesetzte Falschaussagen“ rechtlich vorgehen, sagte er der dpa.

Von Daniela Vates/RND

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