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14:24 31.05.2019
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt kritisiert die CDU-Reaktion auf Rezos Youtube-Video. Quelle: atthias Balk/dpa
Berlin

Kurz vor der Klausurtagung der CDU-Spitze kommt Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer unter Druck der Schwesterpartei CSU. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt warf der CDU schwere Versäumnisse im Umgang mit dem unionskritischen Video des Youtubers Rezo vor.

„Wenn man eine Woche vor dem Wahltermin auf Youtube zu einem Battle herausgefordert wird, muss man reagieren“, sagte Dobrindt mit Blick auf das knapp einstündige Video, in dem der 26-jährige Rezo zur „Zerstörung der CDU“ aufgerufen hatte.

Wie die CSU Schlachten gewinnen will

Er kritisierte auch die Entscheidung der CDU, auf die Kritik schriftlich in Form einer mehrseitigen PDF-Datei zu antworten. „Man kann Schlachten nur gewinnen, wenn man auf demselben Spielfeld steht wie der Angreifer“, sagte Dobrindt. „Wenn der Gegner Dich zum Schachspiel auffordert, kannst du jedenfalls nicht antworten: Okay, ich gehe mal meine Würfel holen.“ Auch zu langes Warten sei problematisch: „Wer zaudert, wird Debatten nicht gewinnen können.“

Inhaltlich zeigte Dobrindt sich bereit, den seit Monaten andauernden Freitags-Protesten von Schülern und Studenten für besseren Klimaschutz (“Fridays for Future“) entgegenzukommen. Es habe sich gezeigt, dass die Unionsparteien, „bei dem wichtigsten Thema, das uns die Wähler vorgegeben haben, zu wenig präsent waren“. Dobrindt plädierte, dafür die Besteuerung von Elektro-Dienstwagen abzuschaffen. Außerdem deutete er die Bereitschaft an, den Ausstieg aus der Kohlekraft zu beschleunigen. „Der Kohleausstieg bis 2038 könnte auch ambitionierter sein“, sagte er.

Die CSU hat sich in der Klimapolitik bislang vor allem mit einem lauten Nein zu Diesel-Fahrverboten und CO2-Besteuerung hervorgetan.

Von vat/RND

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