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Politik Nach Fehlalarm: Ex-NRW-Agrarministerin meldet schon wieder einen „Cyberangriff“
Nachrichten Politik Nach Fehlalarm: Ex-NRW-Agrarministerin meldet schon wieder einen „Cyberangriff“
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10:22 18.03.2019
Ist sich sicher, dass jemand in ihr heimisches Computernetzwerk eindrang: Ex-NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking. Quelle: Caroline Seidel/dpa
Düsseldorf

Fast genau ein Jahr nach der vermuteten Hacker-Attacke auf ihren Fernseher hat die ehemalige nordrhein-westfälische Agrarministerin Christina Schulze Föcking erneut die Polizei alarmiert.

Den Beamten berichtete die CDU-Abgeordnete dabei auch von einem neuen „Cyberangriff“ auf ihr Heimnetzwerk. Das geht aus einer internen Polizeimitteilung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Der WDR hatte zuerst berichtet.

Als Agrarministerin hatte Schulze Föcking im März vergangenen Jahres schon einmal eine Attacke auf ihr heimisches Netzwerk gemeldet – die sich später als Bedienungsfehler innerhalb der Familie herausgestellt hatte. Dazu tagt zurzeit ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss, in dem am kommenden Freitag unter anderem der LKA-Chef und der Chef der Staatskanzlei befragt werden sollen.

Schulze Föcking meldet beleidigende Mail – und „Cyberangriff

Bei dem neuen Vorfall meldete sich Schulze Föcking am 28. Februar, also Weiberfastnacht, telefonisch bei der Kriminalpolizei, weil sie eine beleidigende E-Mail erhalten habe. Sie erstattete Anzeige. Laut der Polizeimitteilung sagte die Abgeordnete dann aber auch, sie wolle „die örtliche Polizeibehörde über den Stand ’ihrer Verfahren’ informieren“.

Den Ermittlern berichtete sie demnach von juristischem Ärger mit Tierrechtlern und schließlich von einer zweiten „Cyberattacke“ auf ihr Heimnetzwerk zwei Tage vor ihrer Anhörung im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Ex-Ministerin berichtet erneut von fremdem Film auf ihrem Fernseher

Dabei sei erneut ein Film auf den Fernseher „eingespielt“ worden, heißt es in dem internen Polizeiprotokoll. Die Beamten gaben den gesamten Vorgang an den Staatsschutz weiter und informierten das Landeskriminalamt.

Schulze Föcking sagte am Sonntag, dass sie der Polizei im Sinne „einer vollständigen Auskunft“ auch von der neuen „Cyberattacke“ berichtet habe. Wegen dieser habe sie – im Gegensatz zu der bedrohlichen E-Mail – aber keine Anzeige erstattet, da es sich „nicht um eine anhaltende Störung“ gehandelt habe und „keine weitere Beeinträchtigung für unsere Familie damit verbunden war“.

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Von RND/dpa

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