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Politik Die neue CDU: Jünger, moderner, weiblicher
Nachrichten Politik Die neue CDU: Jünger, moderner, weiblicher
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01:22 18.08.2015

Berlin — Die CDU-Spitze hat die geplante Reform der Partei auf den Weg gebracht. Der Bundesvorstand billigte das Vorhaben auf seiner Sitzung gestern in Berlin, sagte Generalsekretär Peter Tauber nach den Beratungen.

Das Konzept „Meine CDU 2017“, das eine Kommission unter Leitung Taubers in den vergangenen Monaten erarbeitet hat, sieht eine Erneuerung der Parteistrukturen vor und enthält zahlreiche Änderungsvorschläge für die Organisation. Das Programm zielt vor allem darauf ab, mehr Mitglieder zu gewinnen und diese stärker an der Parteiarbeit zu beteiligen. Dazu gehört es, den Frauenanteil zu erhöhen, mehr Menschen aus Einwandererfa- milien zu gewinnen und die Mitsprache der Mitglieder zu fördern. Beschlossen werden sollen die Reformen auf dem Bundesparteitag im Dezember. Die Umsetzung werde ein Schwerpunkt seiner Arbeit im kommenden Jahr sein, sagte Tauber. Die CDU müsse sich für die Herausforderungen der Zukunft wappnen, fügte der Generalsekretär hinzu.

Die CDU kämpft wie die anderen Parteien gegen Mitgliederschwund und Überalterung. Nur gut ein Viertel der Christdemokraten ist weiblich. Mit der Reform soll der Frauenanteil in den nächsten fünf Jahren auf 30 Prozent gesteigert werden. Außerdem will die CDU zur „Mitmach- und Onlinepartei“ werden und für junge Leute und Menschen mit Einwanderungsgeschichte attraktiver werden.

Die zehn wichtigsten Vorschläge:

Den Frauenanteil in der CDU will die Führung „als ersten Schritt bis 2020 auf über 30 Prozent steigern“.

Für Ämter und Funktionen sowie für die Kandidatenaufstellung zu öffentlichen Wahlen sollen mehr junge Menschen, Frauen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte gewonnen werden.

Bei Diskussionsrunden soll darauf geachtet werden, „dass Frauen angemessen vertreten sind“.

Bei der Planung von Sitzungen und Veranstaltungen „ist besondere Rücksicht auf familien- und arbeitsfreundliche Sitzungszeiten zu nehmen“.

Veranstaltungen sollen durch Online-Beteiligungsformen (Fragen per E-Mail, Facebook oder Twitter) ergänzt werden.

Eine CDUplus-App für mobile Kommunikationsgeräte soll die innerparteiliche Kommunikation verbessern.

Bis 2017 wird die Möglichkeit geschaffen, dass Mitglieder direkt Anträge an den Bundesparteitag stellen können, wenn sie mindestens 500 Unterstützer finden.

Mitgliederbeauftragte sollen Ansprechpartner für Neumitglieder sein und versuchen, ausgetretene Mitglieder zurückzugewinnen.

Über eine Neuaufnahme soll innerhalb von vier statt bisher acht Wochen entschieden werden.

Die CDU will verstärkt politische „Haustürgespräche“ führen.



OZ

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