Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Drogenbeauftragte fordert scharfe Regeln für digitales Glücksspiel
Nachrichten Politik Drogenbeauftragte fordert scharfe Regeln für digitales Glücksspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 21.03.2019
Drogenbeauftragte Mortler: „Beim digitalen Glücksspiel herrschen in Deutschland die reinsten Wildwestbedingungen.“ Quelle: Soeren Stache/dpa
Berlin

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), fordert vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag scharfe Regeln für Glücksspiel im Netz. „Beim digitalen Glücksspiel herrschen in Deutschland die reinsten Wildwestbedingungen. So kann das einfach nicht weitergehen“, sagte Mortler dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Nichts ist geregelt. Es gibt keinen Jugendschutz, keinen Spielerschutz und auch keine Rechtssicherheit für die Spieler.“

Mortler sagte, die meisten Spieler wüssten nicht einmal, dass das Glücksspiel im Netz illegal sei und sie gar nicht sicher sein könnten, dass ihnen ein ‎Gewinn am Ende auch ausgezahlt werde. „Nur beim Verlieren ist man auf der sicheren Seite“, so die Drogenbeauftragte. „Wir brauchen einen umfassenden Rechtsrahmen für das Glücksspiel im Netz, und zwar von den Sportwetten bis zu den Online-Casinos.“

„Verpflichtende Warnhinweise“

Dringend erforderlich seien klare Regelungen zum Jugend-, zum Spielerschutz und zur Glücksspielprävention. „Das beginnt mit einer Begrenzung der Spieleinsätze und Spielzeiten und reicht bis zu verpflichtenden Warnhinweisen und Informationen über Unterstützungsangebote“, sagte Mortler. Technisch sei das heute alles kein Problem mehr.

Die CSU-Politikerin fordert, die Länder sollten sich auch auf eine bundesweite „Spielersperre“ einigen: „Konkret heißt das: Wer suchtkrank ist und daran etwas ändern will, der muss sich für Glücksspiele aller Art sperren lassen können.“

Mortler sagte, sie hoffe sehr, dass sich die Länder zeitnah auf eine gemeinsame Glücksspielaufsicht verständigen. Bisher habe jedes Bundesland seine eigene: „Wenn sich die Ministerpräsidenten diese Woche wieder nur auf eine Teillösung einigen, dann wird das dem Problem nicht wirklich gerecht.“ Am Ende müsse eine umfassende Regulierung stehen.

Lesen Sie auch ein Interview mit der Drogenbeauftragten Marlene Mortler: „Beim Glücksspiel liegt viel im Argen“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Der Verdacht der Vorteilsnahme steht im Mittelpunkt des Untersuchungsausschusses zur Berateraffäre. Die Union findet gleichwohl, die Truppe könne nicht auf externe Expertise verzichten. An die SPD geht der Vorwurf, eine effizientere Beschaffung bei der Bundeswehr zu blockieren.

21.03.2019

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fühlt sich vom Bund in der Flüchtlingsfrage alleingelassen. Auch beim Thema Rente kritisiert er die Regierung.

21.03.2019
Politik Kommentar zur Suspendierung Orbáns aus der EVP - Manfred Weber in der Zwickmühle

Die Europäische Volkspartei steht vor der Frage, ob sie Macht einbüßen soll oder ihre Glaubwürdigkeit. Die Suspendierung von Viktor Orbán weist keinen Ausweg aus diesem Dilemma, kommentiert Marina Kormbaki.

20.03.2019