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Nachrichten Politik Eine Karawane von vielen
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10:00 24.10.2018
Marsch durch Mexiko: Migranten aus Mittelamerika, darunter viele Frauen und Kinder, setzen den Marsch in Richtung USA fort. Quelle: dpa
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Eine Karawane verzweifelter und entkräfteter Menschenzieht gerade durch Mexiko. Frauen mit Babys im Arm, ausgemergelte Männer, sogar unbegleitete Kinder sind darunter. Honduraner, Guatemalteken, Salvadorianer und Nicaraguaner flüchten vor der Situation in ihren Ländern. Vor Arbeitslosigkeit, vor Banden, die Jugendliche rekrutieren, Schutzgelder erpressen und töten. Mit dem Mut der Verzweiflung marschieren sie durch Mexiko in Richtung USA, während dort Präsident Donald Trump tobt, droht und den Regierungen der Ursprungsländer der Migranten die Hilfsgelder entzieht.

Dabei ist der Treck, auf den nun die Welt schaut, nur einer von vielen. 200 000 bis 300 000 Honduraner, Salvadorianer, Nicaraguaner und Guatemalteken verlassen nach Schätzungen von Hilfsorganisationen jedes Jahr ihre Heimat. Und es werden mehr. Seit einem halben Jahr verlassen Nicaraguaner in Scharen ihr Land in Richtung Costa Rica. Sie fliehen vor der Verfolgung des linksautoritären Präsidenten Daniel Ortega. So wie die Venezolaner dem wirtschaftlichen Kollaps von Nicolás Maduro entkommen wollen.

Besserung ist nicht in Sicht. Die fast sichere Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro zum Präsidenten wird auch in Brasilien zu einer Migrationswelle führen. Bolsonaro nennt soziale Aktivisten offen „Terroristen“. Den Geflüchteten kann man vorerst nur mit humanitären Mitteln begegnen – oder mit Ideen wie der von Mexikos künftigem linken Präsidenten López Obrador: Er will 30 Milliarden Dollar in die gescheiterten Staaten Zentralamerikas investieren, um vor Ort die Fluchtursachen zu bekämpfen.

Klaus Ehringfeld ist Korrespondent in Mexiko.

Von Klaus Ehringfeld

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