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Politik Plötzlich ist Markus Söder auch noch beliebt
Nachrichten Politik Plötzlich ist Markus Söder auch noch beliebt
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17:23 02.08.2019
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nach einer Kabinettssitzung im Münchner Hofgarten. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
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Berlin

Es grünt so grün in der Politik – jedenfalls wenn es nach dem „ARD-Deutschlandtrend“ geht. Vor allem punktet aber ein Schwarzer: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der seit Kurzem gern den Klimaschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankern will, springt auf der Zufriedenheitsskala im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozentpunkte nach oben – 42 Prozent der Befragten sind plötzlich zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Franken. Das ist Söders Höchstwert in der Befragung (Infratest dimap; 1003 Befragte).

Auch mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der lange als Kandidat für das Bundesverteidigungsministerium gehandelt wurde, geht es weiter nach oben. Mit seiner Arbeit sind derzeit mit 48 Prozent knapp die Hälfte der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden. Spahn macht im Vergleich zum Vormonat einen Sprung um 12 Punkte –sein Bestwert.

Die Grünen-Spitze liegt ebenfalls voll im Trend: Robert Habeck kommt im Juli auf seinen bislang höchsten Wert: 40 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden (+3), allerdings: 33 Prozent kennen ihn nicht oder machen keine Angaben. Ähnlich ist es bei Annalena Baerbock. Sie kommt auf 30 Prozent Zustimmung (+4). 46 Prozent der Befragten können allerdings nichts mit ihrem Namen anfangen.

Bundesbürger mit Merkel und Maas am zufriedensten

Viel Potenzial ist auch noch bei Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), mit deren Arbeit 24 Prozent (+5) der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden (+5) sind. 47 Prozent der Befragten wissen nicht, wer sie ist. Am zufriedensten sind die Bundesbürger mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die auf 56 Prozent (+2) kommt und Außenminister Heiko Maas (SPD) mit 51 Prozent Zustimmung (+6).

Als CDU-Vorsitzende gewinnt Annegret Kramp-Karrenbauer 6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat hinzu und kommt auf 28 Prozent. Als frisch vereidigter Verteidigungsministerin schlägt AKK jedoch viel Misstrauen entgegen: Knapp zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) halten sie in diesem Amt für keine gute Besetzung, lediglich 16 für eine gute. Zum Vergleich: Vorgängerin Ursula von der Leyen (CDU) hielten bei ihrer Vereidigung im Dezember 2013 40 Prozent für eine gute Besetzung, 43 nicht. Schwierig: Knapp die Hälfte der Unions-Anhänger (49 Prozent) sehen in AKK keine gute Besetzung für das Verteidigungsministerium.

Grüne und Union in Sonntagsfrage gleichauf

Bei der Sonntagsfrage bleiben die Grünen stabil stark. Grüne und Union kämen bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag auf jeweils 26 Prozent der Wahlberechtigten. Die Grünen bleiben somit auf Vormonatswert, die Union legt einen Punkt zu. Die AfD kommt auf 14 Prozent (+1). Die SPD verliert einen Punkt und kommt auf 12 Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei 8 Prozent, die Linke verliert einen Prozentpunkt (7 Prozent).

Wie wichtig für die Wähler das Thema Klimaschutz ist, haben die Meinungsforscher in Nachfragen herausgefunden. Eine Mehrheit der Deutschen (72 Prozent) sprechen sich für Anreize aus, um klimafreundliches Verhalten zu fördern. 15 Prozent der Befragten finden Verbote besser, um klimaschädliches Verhalten einzuschränken.

Von cle/RND

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