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Politik Ex-Minister und Manager Werner Müller ist tot
Nachrichten Politik Ex-Minister und Manager Werner Müller ist tot
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13:35 16.07.2019
Werner Müller im November 2018 in Dortmund. Der frühere Wirtschaftsminister und Manager ist gestorben. Quelle: Bernd Thissen
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Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und Manager Werner Müller ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag, wie ein Sprecher des Unternehmens Evonik der Deutschen Presse-Agentur dpa bestätigte. Müller war schwer an Krebs erkrankt. Er wurde 73 Jahre alt und hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Der parteilose Müller war in der rot-grünen Regierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) von 1998 bis 2002 Wirtschaftsminister. Zudem war er Mitbegründer der RAG-Stiftung, die die Ewigkeitslasten des Bergbaus abdeckt und erster Chef des Chemiekonzerns Evonik, der die dafür nötigen Mittel zu großen Teilen erwirtschaftet - der letzte große Ruhrbaron traditioneller Prägung im Revier.

2003 wurde Müller Vorstandsvorsitzender der RAG, ab 2007 leitete er Evonik. „Werner Müller hat unschätzbare Verdienste um den deutschen Bergbau und die Bergleute, die ihm persönlich immer besonders am Herzen lagen“, sagte der aktuelle RAG-Vorstandschef Peter Schrimpf laut einer Evonik-Mitteilung. Aus dem Vorstand der RAG-Stiftung zog sich Müller im vergangenen Jahr zurück.

Ex-Bundeskanzler Schröder würdigte Müller als „großen Wirtschaftslenker". Müller habe die Spielregeln sowohl der Wirtschaft als auch der Politik aus eigener Anschauung beherrscht, teilte Schröder in einer in Berlin verbreiteten Erklärung mit. „Dadurch konnte er Menschen überzeugen und aus Kontrahenten Partner machen.“

Müller sei etwa für den Ausstieg aus der Steinkohlewirtschaft in Deutschland verantwortlich, hieß es weiter. Sein großes Verdienst sei außerdem gewesen, die Zustimmung der deutschen Energieversorger zum Atomausstieg zu erreichen. Er habe tiefe Spuren in der deutschen Wirtschafts- und Umweltpolitik der letzten Jahrzehnte hinterlassen. Müller habe ihn durch „seine Ausstrahlung, seine Professionalität, seine Klarheit im Denken und Zielstrebigkeit für sich eingenommen.“

RND/dpa

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