Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Ex-Pentagon-Chef Mattis rechnet mit Regierung von Donald Trump ab
Nachrichten Politik Ex-Pentagon-Chef Mattis rechnet mit Regierung von Donald Trump ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:40 29.08.2019
Der frühere US-Verteidigungsminister James Mattis neben US-Präsident Donald Trump (Archivfoto). Quelle: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
Anzeige
Washington

Der frühere Pentagonchef James (Jim) Mattis ist hart mit der Regierung von Präsident Donald Trump und der politischen Kultur in Amerika ins Gericht gegangen. Sorge bereite ihm insbesondere der Umgang der US-Führung mit ihren Verbündeten, schrieb Mattis in einem Gastbeitrag für das "Wall Street Journal", das sich an sein neues Buch anlehnt. "Wir alle wissen, dass wir besser sind als unsere aktuelle Politik. Anders als in der Vergangenheit, als wir vereint waren und Verbündete einbanden, scheint derzeit unser eigenes Gemeinwesen auseinanderzubrechen."

Verschärft werde das Problem durch die Geringschätzung der Regierung gegenüber dem bleibenden Wert internationaler Partner. "Nationen mit Verbündeten gedeihen, und jene ohne (sie) verkümmern. Allein kann Amerika unser Volk und unsere Wirtschaft nicht schützen. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir sehen, wie Sturmwolken aufziehen."

Mattis ging außerdem auf die Gründe für seinen Rücktritt als Verteidigungsminister Ende 2018 ein. Seine Ratschläge seien bei Trump nicht mehr durchgedrungen - insbesondere seine Mahnung, Verbündeten die Treue zu halten. Mattis war zurückgetreten, kurz nachdem Trump den Rückzug aller US-Truppen aus Syrien angekündigt hatte. Aus Mattis' Sicht lief das auf einen Verrat an den syrisch-kurdischen Kämpfern hinaus, die zusammen mit US-Soldaten die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpft haben.

“Eine Rolle als Polemiker reicht für einen Anführer nicht”

Jim Mattis, Ex-Pentagonchef

Ohne den Präsidenten beim Namen zu nennen, schrieb Mattis: "Eine Rolle als Polemiker reicht für einen Anführer nicht. Ein Anführer muss strategischen Scharfsinn zeigen, der Respekt vor jenen Nationen umfasst, die uns beiseitestanden, als Gefahr drohte." Zudem warf er der Regierung, auch aber auch deren schärfsten Kritikern vor, eine zerstörerische Politik zu betreiben. Die innere Spaltung in Amerika und politisches Stammesdenken sehe er sogar als größere Gefahr für die Gesellschaft an als auswärtige Bedrohungen.

"Wir spalten uns in feindliche Stämme auf, die sich jeweils anfeuern, angetrieben von Emotion und einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Verachtung, die unsere Zukunft gefährdet, anstatt unsere gemeinsame Basis wiederzuentdecken und Lösungen zu finden", kritisierte der pensionierte General. "Alle Amerikaner müssen begreifen, dass unsere Demokratie ein Experiment ist - und eines, das rückgängig gemacht werden kann. Man darf nicht zulassen, dass Stammesdenken unser Experiment zerstört."

Mit seinem Gastbeitrag für das "Wall Street Journal" brach Mattis sein monatelanges Schweigen nach seinem Rücktritt. Sein Buch trägt den Titel "Call Sign Chaos. Learning to Lead" (etwa: "Rufzeichen Chaos: Führung lernen") und soll am 3. September veröffentlicht werden.

RND/AP

In einer öffentlichen Befragung hatten sich die EU-Bürger für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen, und auch das Europaparlament plädierte dafür. Doch Fortschritte in Bezug auf die Abschaffung lassen auf sich warten. Ein großer Teil der EU-Länder hat sich noch auf keine Position festgelegt.

29.08.2019

Die Kampagne von Kirsten Gillibrand hat vielversprechend begonnen. Doch nun gibt mit ihr eine der frühen Favoritin im Bewerberfeld der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl auf. Das einst dicht gedrängte Bewerberfeld dünnt sich aus.

29.08.2019

Hunderte Stunden auf dem rauen Ozean sind geschafft: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist in New York eingetroffen. Dabei darf ihr berühmt gewordenes Protestschild natürlich nicht fehlen. Sie selbst sagt: "All das hier ist sehr überwältigend. "

29.08.2019