Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Fall Khashoggi: USA verhängen Sanktionen gegen 17 Saudis
Nachrichten Politik Fall Khashoggi: USA verhängen Sanktionen gegen 17 Saudis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:03 15.11.2018
Der saudische Journalist Jamal Khashoggi Quelle: Hasan Jamali/AP/dpa
Berlin

Im Fall des getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat die US-Regierung Sanktionen gegen 17 Saudi-Arabier verhängt. Darunter sind der saudische Generalkonsul in Istanbul, Mohammed al-Otaibi, und die Angehörigen eines Teams, das für den Tod Khashoggis in der diplomatischen Vertretung verantwortlich gemacht wird, wie das US-Finanzministerium mitteilte.

Der saudische Außenminister bestritt jede Verwicklung von Kronprinz Mohammed bin Salman in die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi bestritten. Seine Hoheit habe mit diesem Thema nichts zu tun, erklärte Außenminister Adel al-Dschubair auf einer Pressekonferenz in Riad.

Das Königreich ermittele weiter und werde die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiere, sagte der Minister. „Fehler passieren“, erklärte er. „Manchmal überschreiten Leute ihre Befugnisse.“ Kurz zuvor hatte die saudi-arabische Staatsanwaltschaft erklärt, sie werde wegen der Ermordung des Journalisten die Todesstrafe für fünf der Verdächtigen beantragen.

Saudi Arabien zufolge handelte ein Ex-Geheimdienstler in Eigenregie

Der saudische Generalstaatsanwalt forderte im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi die Todesstrafe für fünf mutmaßliche Tatbeteiligte. Es seien insgesamt elf - namentlich nicht genannte - Männer angeklagt. Als Drahtzieher gelte der ehemalige Vizechef des Geheimdienstes, Ahmed al-Asiri. Das wurde bei der Pressekonferenz in Riad verkündet, bei der ein Sprecher eine Stellungnahme des Generalstaatsanwalts Saud al-Mudschib vorlas. Die Türkei forderte umgehend weitere Aufklärung.

Der Regierungskritiker Khashoggi hatte am 2. Oktober das Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul betreten, um Dokumente für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Er tauchte nie wieder auf. Erst unter immensem internationalen Druck gab Saudi-Arabien die Tötung des im Exil lebenden Khashoggi zu und leitete Ermittlungen ein. Riad hatte danach 18 Verdächtige - darunter die 15 Mitglieder eines nach Istanbul gereisten Spezialteams - festnehmen lassen.

Nach saudischer Darstellung vom Donnerstag gab Ex-Geheimdienstler Al-Asiri in Eigenregie den Befehl an das 15-köpfige Kommando, Khashoggi zu überzeugen, mit ihnen nach Saudi-Arabien zu reisen. Die Situation sei eskaliert und dem Kolumnisten der „Washington Post“ sei eine Injektion verabreicht worden, an der er starb. Seine Leiche sei zerstückelt, aus dem Konsulat gebracht und einem lokalen Mitarbeiter übergeben worden.

Von RND/dpa/ngo

Heute findet in Lübeck die erste von acht Regionalkonferenzen zum neuen Parteivorsitz in der CDU statt. Vor 900 Teilnehmern stellen die drei aussichtsreichsten Kandidaten sich und ihre Positionen vor – und die sind gar nicht so ähnlich wie allgemein angenommen.

15.11.2018

Die Kandidaten für den Vorsitz der Bundes-CDU stellen sich heute ab 18 Uhr auf der ersten Regionalkonferenz der Partei den Mitgliedern vor. Wir berichten live aus Lübeck.

15.11.2018

Mit seiner Aussage zur Mittelschicht zu gehören hat Friedrich Merz eine große Chance verpasst, kommentiert Gordon Repinski. Trotzdem ist der Wettstreit um die Merkel-Nachfolge wohltuend für die politische Debatte.

15.11.2018