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05:00 15.05.2019
Abgelehnte Asylbewerber werden abgeschoben. Freiwillige Ausreisen sind seltener. Quelle: Daniel Maurer/dpa
Berlin

Immer weniger Flüchtlinge verlassen Deutschland freiwillig. Vom 1. Januar bis zum 31. März 2019 sind 3.130 Anträge auf eine finanziell geförderte freiwillige Rückkehr bewilligt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Im gesamten Jahr 2018 waren es 15 962 Anträge – und damit pro Quartal im Schnitt 3.990. 2016 hatte die Gesamtzahl der freiwilligen Ausreisen noch bei 54.006 gelegen.

Die Bamf-Sprecherin verwies darauf, dass die freiwilligen Ausreisen im Rahmen des humanitären Förderprogramms REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany/Government Assisted Repatriation Programme) statt fänden. Dieses biete bei Bewerbern, die die Voraussetzungen erfüllten, neben organisatorischer Unterstützung die Übernahme der Reisekosten, eine Reisebeihilfe und ein Startgeld an. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) führe das Programm im Auftrag des Bundesinnenministeriums und der anderen zuständigen Ministerien durch.

Lesen Sie hier, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mehr Abschiebungen erreichen will

Abschiebungen kommen öfter vor

Die Sprecherin betonte, dass dem Bundesamt lediglich Zahlen zu freiwilligen Rückkehrern im Rahmen dieses Programms vorlägen. „Menschen, die unabhängig von diesem Programm ausreisen, können wir statistisch nicht erfassen.“ Auch böten die 16 Bundesländer zum Teil eigene Rückkehrprogramme an.

Im ersten Quartal 2019 hatte es nach einem Bericht der Funke-Mediengruppe auch 5.600 Abschiebungen gegeben und damit etwas weniger als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. 2018 hatten nach Angaben des Bundesinnenministeriums rund 25.000 Abschiebungen stattgefunden, etwa 31.000 waren gescheitert.

Von Markus Decker/RND

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