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Nachrichten Politik Frankfurter Uni hält an Kopftuch-Konferenz fest
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14:52 26.04.2019
Eine Schülerin mit Kopftuch verfolgt eine Landtagsdebatte (Symbolfoto). Quelle: dpa
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Frankfurt

Der Titel der Konferenz ist ergebnisoffen: Über „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ soll am 8. Mai an der Goethe-Universität in Frankfurt diskutiert werden. Eingeladen hat das Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam (FFGI) mit seiner Direktorin Susanne Schröter und der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne).

Dagegen gibt es Protest auf dem sozialen Netzwerk Instagram: „Kein Platz für Anti-Muslimischen Rassismus!“ hieß es dort in einem anonymen Aufruf, der Schröter und ihrem Institut vorwirft, Zuspruch für Rechtspopulisten zu generieren. Die Veranstaltung diskriminiere Menschen aufgrund ihrer Religion ihrer Herkunft oder anderer Merkmale. Die Universität müsse die Veranstaltung absagen und Schröter absetzen. Unter dem Hasthag „#schroeter_raus“ posierten Studierende mit Schildern mit Aufschriften wie „Kein Platz für ihre Wertediktatur“.

Das Programm der Konferenz

Auf dem Programm steht ein Vortrag der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer über den „Siegeszug des politisierten Islam, nicht zuletzt dank einer falschen Toleranz“. Der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi spricht über das Thema „Ihr müsst kein Kopftuch tragen: Aufklären statt Verschleiern“. Die Soziologin Necla Kelek über „Den Kopf frei haben. Kinderkopftuchverbot in der Schule und in Ausbildungsstätten“.

Dagegen steht der Vortrag der Journalistin Khola Maryan Hübsch „Unter dem Schleier die Freiheit“. Die Theologin Dina El-Omari von der Universität Münster, wie Hübsch selbst Kopftuchträgerin, wird über die theologischen Aspekte des Kleidungsstücks reden. FFGI-Chefin Schröter, eine Ethnologin, soll über „Repressive Ästhetik“ sprechen. Die Leiterin einer Frankfurter Schule berichtet über „Kopftücher und islamische Normen in der Grundschule“.

Schröter sagte der „Frankfurter Rundschau“, die Vorwürfe seien skurril. Ziel sei die Diskussion „auch über die problematischen Aspekte des Kopftuchs“. Die Debatte müsse „in ihrer ganzen Komplexität dargestellt“ werden.

Die Universitätsleitung lehnte eine Absage der Veranstaltung ab: Das Universitäts-Präsidium sei „keine ’Diskurspolizei’“, heißt es in einer Erklärung der Universitäts-Präsidentin Brigitta Wolff. Vielmehr müsse es an einer Universität Wissenschaftsfreiheit geben und unterschiedliche wissenschaftliche Positionen eingenommen werden können. Forderungen nach einer Absetzung Schröters hätten „nichts mit den Qualitätsansprüchen eines akademischen Diskurses zu tun“ und seien daher inakzeptabel.

Von RND/vat

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