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Politik Fusion von SPD und Linke? Stegner hält Lafontaines Idee für nicht aussichtsreich
Nachrichten Politik Fusion von SPD und Linke? Stegner hält Lafontaines Idee für nicht aussichtsreich
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11:40 12.06.2019
Die Linke und die SPD bald als eine Partei? Quelle: imago images / Christian Ohde
Berlin

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hält Ideen Oskar Lafontaines für eine Fusion von SPD und Linke für nicht aussichtsreich – und macht dafür Lafontaine selbst verantwortlich. „Dass solche Überlegungen auf absehbare Zeit wenig Aussicht auf Erfolg haben, liegt nicht zuletzt an Oskar selbst“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Stegner fügte hinzu: „Das ändert nichts daran, dass progressive Bündnisse diesseits der Union erstrebenswert sind.“ Der SPD-Vize sagte: „Dafür müssen alle betroffenen Parteien ihre politischen Hausaufgaben machen. Das gilt in erster Linie für uns selbst, aber auch für Grüne und Linkspartei.“

Der Versuch einer Bewegung

Lafontaine, ehemaliger Vorsitzender der SPD und späterer Mitbegründer der Linkspartei, hält eine Fusion beider Parteien für notwendig und vertritt diese Position in internen Gesprächen bereits seit Längerem. Das war dem RedaktionsNetzwerk Deutschland im Umfeld des 75-Jährigen bestätigt worden. Allerdings vermisst Lafontaine in beiden Parteien das Personal, das eine Fusion realisieren könnte.

Der Vorsitzende der Internationalen Kommission der Linken und langjährige Lafontaine-Vertraute Heinz Bierbaum hatte dem RND gesagt: „Er hat mit der Bewegung Aufstehen versucht, auf die Sozialdemokratie einzuwirken. Das hat nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt hat. Aber er wird an diesem Gedenken festhalten.“ Als früherer SPD-Chef bedauere Lafontaine, in welchem Zustand die SPD sei: „Deshalb liegen solche Überlegungen bei ihm sehr nahe.“

Lesen Sie auch einen Kommentar: Für zwei linke Parteien ist in Deutschland kein Platz

Von Tobias Peter/RND

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