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Politik Debatte um Rücktritt – Wenn Seehofer geht, dann offenbar ganz
Nachrichten Politik Debatte um Rücktritt – Wenn Seehofer geht, dann offenbar ganz
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11:56 11.11.2018
Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender und Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Berlin

Ganz oder garnicht – so lautet dieser Tage die Devise von Horst Seehofer. In der Debatte um den möglichen Rücktritt Seehofers als CSU-Parteichef stellt soll dieser einem Zeitungsbericht zufolge sich klar über seine politische Zukunft geäußert haben: Ohne den Parteivorsitz wolle er demnach auch nicht länger Bundesinnenminister bleiben.

Man könne vielleicht noch einige Monate weiterarbeiten, aber ein „Durchwursteln“ auf diesem Posten in der großen Koalition werde es mit ihm nicht geben, zitiert die „Bild am Sonntag“ enge Vertraute Seehofers. Er wolle bei der Nachfolgeregelung und der Erneuerung der CSU eine einvernehmliche Lösung in der Partei. Sollte es diese nicht geben, wolle er einen klaren Schlussstrich ziehen - in beiden Ämtern.

Druck durch Wechsel an CDU-Spitze erhöht

Nach dem schlechten CSU-Ergebnis bei der Landtagswahl in Bayern und dem Verlust der absoluten Mehrheit wird allgemein damit gerechnet, dass sich Seehofer nicht im Amt des Parteichefs halten kann. Der Druck auf ihn wird dadurch erhöht, dass es auch bei der Schwesterpartei CDU einen Wechsel an der Spitze geben wird.

Nachdem Angela Merkel angekündigt hatte, nicht erneut für den Bundesvorsitz zu kandidieren, entfachte auch die Debatte um Seehofers Rückzug aus der Politik erneut. Am Sonntag beraten hochrangige CSU-Mitglieder über die Zukunft der Partei. Für kommenden Montag hat Seehofer ein Statement angekündigt, in dem er sich zur aktuellen Debatte äußern möchte.

Von RND/dpa/lf

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