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19:58 28.12.2018
Kein europäisches Land hat der „Sea-Watch 3“ bisher Zugang zu einem Hafen gewährt. Quelle: Chris Grodotzki / Jib Collective/ Sea-Watch.org/dpa
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Berlin/Algeciras

Nach einer Woche auf hoher See sucht das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ weiter nach einer sicheren Anlaufstelle im Mittelmeer. 32 Menschen waren am 22. Dezember vor dem Ertrinken gerettet worden, unter ihnen sind auch vier Frauen, drei Minderjährige und ein Baby.

Einem Bericht zufolge hat sich das deutsche Innenministerium nun dazu bereit erklärt, einige der Geretteten aufnehmen. „Wir würden uns auch in diesem Fall einer Aufnahme nicht verschließe, aber es müsste in einem europäischen Rahmen geschehen“, sagte ein Sprecher von Innenminister Seehofer „Focus Online“.

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Als Bedingung müssten sich allerdings auch weitere EU-Länder dazu bereit erklären, Flüchtlinge aufzunehmen. Zuvor hatten sich neben der Bundesrepublik auch Italien, Malta und die Niederlande geweigert. Aktuell werde unter Leitung des Auswärtigen Amtes weiter verhandelt.

Der Sprecher der Berliner Organisation „Sea Watch“, Ruben Neugebauer, hatte sich mit einem Appell an Seehofer gewandt. Mehr als 30 deutsche Städte und mehrere Bundesländer hätten sich zur Aufnahme von Mittelmeerflüchtlingen bereiterklärt, so Ruben – darunter Berlin, Hamburg, Köln, Bremen und Schleswig-Holstein. Zwar sei das Schiff gut ausgerüstet, doch befürchten die Einsatzleiter Wetterumschwünge.

Erst seit Ende November ist die „Sea-Watch 3“ wieder für Such- und Rettungseinsätze vor der nordafrikanische Küste im Einsatz. Zuvor war das Schiff mehr als drei Monate von maltesischen Behörden wegen Zweifeln an einer ordnungsgemäßen Eintragung ins Schiffsregister am Auslaufen gehindert worden.

Von RND/mkr/epd

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