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Politik Spanien zieht Kriegsschiff aus US-Flottenverband ab
Nachrichten Politik Spanien zieht Kriegsschiff aus US-Flottenverband ab
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16:26 14.05.2019
Begleitschiffe des Flugzeugträger USS Abraham Lincoln vor der Küste von Ägypten. Die USA verlegten den Flugzeugträger und eine Bomberstaffel Richtung Iran. Quelle: Mass Communication Specialist 3r/U.S. Navy/AP/dpa
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Madrid/Washington

Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat Spanien ein Kriegsschiff aus dem Flottenverband um den US-Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ abgezogen. Man habe diese vorläufige Maßnahme beschlossen, weil die USA ohne Absprache eine Änderung der Mission des Verbands entschieden hätten, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid am Dienstag mit.

Die Fregatte „Méndez de Núñez“ mit ihrer 215-köpfigen Besatzung werde nicht durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf einlaufen. Die „Méndez de Núñez“ war das einzige ausländische Schiff im US-Flottenverband, den Washington in die Golf-Region geschickt hat.

Trumps Vorwurf gegen den Iran

Washington hatte den Flugzeugträger und eine Bomberstaffel Richtung Iran verlegt. Zur Begründung hieß es, dass der Iran US-Truppen angreifen könnte. Präsident Donald Trump hält dem Iran vor, Unruhe in der Region zu schüren und Terrorismus zu unterstützen.

Vor einem Jahr hatte die USA das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt, das die nukleare Aufrüstung des Landes verhindern soll.

„Die Kriegsgefahr ist groß“

Die New York Times berichtete, die USA prüfe die Entsendung von 120.000 Soldaten in den Mittleren Osten, für den Fall, dass der Iran beschleunigt an Atomwaffen arbeite oder US-Truppen angreife. Eine Invasion sehe der Plan nicht vor. Dafür wären der Zeitung zu Folge mehr Soldaten möglich.

Den Plan habe der amtierende Verteidigungsminister Patrick Shanahan intern vorgelegt. Angeordnet worden sei die Planung von Trumps Sicherheitsberater John Bolton. Dieser habe schon unter Präsident George W. Bush auf eine Konfrontation mit dem Iran gedrängt.

Der ehemalige deutsche Botschafter in den USA, Jürgen Chrobog, warnte unterdessen deutlich vor der Gefahr eines Kriegs. „Die totale Aufrüstung in der Golfregion ist hochgefährlich“, sagte Chrobog im SWR. Ein kleiner Zwischenfall, etwa eine Annäherung von Schiffen, könne schnell eskalieren. „Die Kriegsgefahr ist groß.“

Von RND/dpa

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