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Nachrichten Politik Israel verlegt weitere Truppen an Rand des Gazastreifens
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19:44 26.03.2019
Israel flog als Reaktion auf den Raketeneinschlag nahe Tel Aviv Luftangriffe auf Gaza. Quelle: imago images / ZUMA Press
Jerusalem

Israel verlegt wegen der Spannungen mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas weitere Truppen an den Rand des Palästinensergebiets. Generalstabschef Aviv Kochavi habe beschlossen, eine weitere Infanterie-Brigade sowie ein Artillerie-Bataillon in den Süden Israels zu verlegen.

Israel hat nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen mit den schwersten Gegenschlägen auf die Hamas seit dem Krieg 2014 geantwortet. Der wegen des jüngsten Wiederaufflammens des Konflikts mit der radikalislamischen Organisation abrupt aus Washington zurückgekehrte Regierungschef sagte am Dienstag, Israel werde „was nötig ist tun, um unser Volk zu verteidigen und unseren Staat zu verteidigen“.

Die Eskalation fällt mitten in den israelischen Wahlkampf, in dem der frühere Militärchef Benny Ganz zum aussichtsreichsten Herausforderer geworden ist. Gewählt wird am 9. April.

15 Angriffe in der Nacht

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten in der Nacht 15 weitere Luftangriffe unter anderem auf militärische Stellungen der Hamas und der kleineren islamistischen Gruppe Islamischer Dschihad geflogen. Dem Gesundheitsministerium in Gaza zufolge wurden sieben Palästinenser bei den Bombardements verletzt. Zuvor hatte eine vom Gazastreifen abgefeuerte Rakete größerer Reichweite ein Wohnhaus in der Mitte Israels getroffen, sieben Bewohner wurden dabei nach israelischen Angaben verletzt.

Erst am Montagabend hatte die Hamas noch erklärt, dass ägyptische Vermittler eine Feuerpause mit Israel ausgehandelt hätten. Doch kurz darauf waren im Gazastreifen neuer Raketenbeschuss und das Heulen von Alarmsirenen in Südisrael zu hören.

Mindestens 30 Raketen abgefangen

Laut dem israelischen Militär wurden vom Gazastreifen aus bis zum frühen Dienstagmorgen mindestens 30 Raketen abgefeuert. Fast alle Geschosse seien entweder abgefangen worden oder auf offenem Gelände eingeschlagen. Im Lauf des Dienstags beruhigte sich die Lage.

Bei den israelischen Gegenangriffen wurde nach Hamas-Angaben das Büro von Ismail Hanija zerstört, dem Chef der radikalislamischen Gruppe. Hanija hatte sich zuvor in Sicherheit gebracht. Israels Militär bestätigte den Angriff auf das Gebäude. Es habe als Büro für viele Militärtreffen gedient. Eine vorangegangene Explosion zerstörte ein mehrstöckiges Gebäude in Gaza-Stadt, das nach israelischen Angaben als Zentrale des Militärgeheimdienstes der Hamas fungiert hatte.

Schutzbunker geöffnet

In Erwartung anhaltender Kämpfe mit der Hamas verstärkte Israel auch seine Raketenabwehrsysteme. In etlichen Städten, darunter Tel Aviv und Beerscheba, wurden Schutzbunker geöffnet. Zivilschutzbehörden im Süden Israels sagten Sportveranstaltungen ab, der Bahnverkehr wurde ausgesetzt. Großversammlungen wurden verboten; Schulen wurden angewiesen, den Unterricht in den Luftschutzkellern abzuhalten.

Hamas-Chef Hanija warnte Israel in einer Erklärung vor schweren Vergeltungsschlägen. Das palästinensische Volk „wird sich nicht ergeben“, erklärte er. Seine militanten Gruppen würden „den Feind abschrecken, sollte er die roten Linien überschreiten“.

Die Hamas steht selbst im Gazastreifen unter Druck, da sie Israel und Ägypten bisher nicht zu einem Ende der Blockade bewegen konnte. Zuletzt gab es in dem von einer Wirtschaftskrise geplagten Gebiet Straßenproteste gegen die Lebensbedingungen, bei denen die Hamas hart durchgriff.

In der Hoffnung auf eine Lockerung der Blockade lässt die radikalislamische Gruppe seit einem Jahr entlang der Grenze zu Israel wöchentlich Demonstrationen abhalten, bei denen bisher rund 190 Menschen durch israelischen Beschuss getötet wurden.hat seine Vergeltungsattacken auf Ziele im Gazastreifen nach einem Raketenbeschuss aus dem palästinensischen Gebiet fortgesetzt. Bei 15 neuen Luftangriffen seien unter anderem militärische Stellungen der Hamas und der kleineren islamistischen Gruppe Islamischer Dschihad getroffen worden, teilte das israelische Militär am Dienstagmorgen mit. Dem Gesundheitsministerium in Gaza zufolge wurden sieben Palästinenser bei den Bombardements verletzt.

Lesen Sie auch: Rakete trifft Haus nahe Tel Aviv, Netanjahu kündigt „Aktionen“ an

Von RND/AP/ngo

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