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Nachrichten Politik Ex-US-Vizepräsident Joe Biden fordert Donald Trump heraus
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15:48 25.04.2019
Der ehemalige US-Vize-Präsident Joe Biden will bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 gegen Donald Trump antreten. Quelle: Joe Castro/AP/dpa
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Washington

Monatelang hat Joe Biden das Land zappeln lassen. Nun steigt der ehemalige Vize-Präsident offiziell ins Rennen ums Weiße Haus ein. „Die zentralen Werte dieser Nation, unsere Positionierung in der Welt, unsere Demokratie, alles was Amerika ausmacht – Amerika – steht auf dem Spiel. Deswegen kündige ich heute meine Kandidatur für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten an“, twitterte Biden am Donnerstag. Sein Gegner wird Donald Trump sein, der bereits erklärt hat, erneut als Präsident zu kandidieren.

Mit Biden gibt es nun insgesamt 20 demokratische Präsidentschaftsbewerber, darunter die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro, der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der aufstrebende Bürgermeister aus Indiana, Pete Buttigieg. Es bewirbt sich auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag.

Die parteiinternen Vorwahlen bei den Demokraten beginnen erst im Februar nächsten Jahres. Die nächste Präsidentschaftswahl findet im November 2020 statt.

Was die Umfragen sagen

Monatelang war über eine Kandidatur Bidens spekuliert worden. Er selbst heizte die Spekulationen durch verschiedene Aussagen regelmäßig weiter an, ohne sich aber festzulegen. Biden gehört zu den bekanntesten Kandidaten: Von 2009 bis 2017 war er Stellvertreter des damaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Über 20 Kandidaten wollen bei den US-Demokraten in das Rennen um das Präsidentenamt gehen. Wir stellen die sechs aussichtsreichsten Kandidaten vor.

In Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern landete er in den vergangenen Wochen fast durchgehend auf Platz eins, obwohl er seine Kandidatur noch gar nicht erklärt hatte. Er wurde dort bislang als potenzieller Bewerber gelistet. Sanders liegt in den Umfragen hinter Biden auf Platz zwei, die anderen Bewerber folgen erst mit deutlichem Abstand. Die Aussagekraft dieser frühen Erhebungen ist allerdings begrenzt.

Tätscheln und Küsse – die negativen Schlagzeilen

Kurz vor der Verkündung seiner Kandidatur war Biden zuletzt auf negative Weise in die Schlagzeilen geraten: In den vergangenen Wochen gingen mehrere Frauen mit Vorwürfen gegen ihn an die Öffentlichkeit. Sie beklagten, Biden habe sich ihnen gegenüber in der Vergangenheit übergriffig verhalten - etwa durch ungebetene körperliche Nähe oder ungewollte Liebkosungen wie ein Tätscheln des Oberschenkels oder einen Kuss auf den Hinterkopf. Der Demokrat gelobte daraufhin öffentlich Besserung und versprach, er werde künftig „aufmerksamer und respektvoller sein mit dem persönlichen Raum von Menschen“.

Das große Feld der Demokraten könnte nach Meinung von Experten zur Gefahr für die Partei werden, falls es zu langen Auseinandersetzungen unter den vielen Kandidaten kommen sollte. Parteiinterne Gefechte zehren Ressourcen auf und helfen in der Regel dem Gegenkandidaten. Auch bei den Republikanern hatte es 2016 ein großes Feld gegeben, was damals den Aufstieg des politischen Außenseiters Donald Trump mit begünstigte.

Von RND/dpa

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