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01:55 04.09.2014
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Berlin

Die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland ist nach Ansicht ihrer Eltern zu viel online. Dabei steigt laut einer Umfrage die Unzufriedenheit der Eltern, je älter das Kind wird. Kontrolliert werden die Sprösslinge von ihren Eltern aber kaum. Dass ihr Kind „deutlich zu viel im Internet“ surft, sagen 13 Prozent der Mütter und Väter von Kindern zwischen 12 und 17 Jahren, wie eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker-Krankenkasse (TK) unter 1000 Eltern ergab.

Je älter die Teenager werden, desto mehr ärgert Eltern deren Zeit vor Computerschirmen. So finden 60 Prozent der Mütter und Väter von Kindern zwischen 12 und 13 Jahren das Netz-Verhalten noch „völlig in Ordnung“. Ist das Kind vier Jahre älter, sind nur noch knapp 40 Prozent damit einverstanden. Ebenfalls 40 Prozent der Eltern geben laut der TK-Studie aber keine Limits vor. Auch auf welchen Seiten die Sprösslinge im Internet surfen, kontrollieren lediglich drei von zehn Elternteilen.

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Technisch gut ausgestattet sind laut der Studie inzwischen die meisten Jugendlichen: Knapp 80 Prozent haben ein Smartphone, 64 Prozent einen Computer, sieben von zehn Jungen eine Spielkonsole. Den Großteil ihrer Freizeit verbringen Teenager im Netz: Zieht man von einem Wochentag acht Stunden für Schlaf und sieben für Schule ab, verbringen Heranwachsende mit durchschnittlich 179 Minuten knapp ein Drittel ihres restlichen Tages online. Auf mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag kommen nur ein Fünftel der Mädchen und 30 Prozent der Jungen.

Mädchen nutzen ihre Online-Zeit vor allem für Kommunikation, Jungen sind Computerspiele wichtiger. Bücherlesen finden 59 Prozent der Mädchen und 44 Prozent der Jungen wichtig.

Lediglich die Hälfte der Mädchen und jeder dritte Junge liest regelmäßig ein Buch, jeder Fünfte liest nie.



OZ