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Politik Nahles-Nachfolge: SPD-Politiker für Kevin Kühnert als nächsten Parteichef
Nachrichten Politik Nahles-Nachfolge: SPD-Politiker für Kevin Kühnert als nächsten Parteichef
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16:52 07.06.2019
Der Juso Vorsitzende Kevin Kühnert spricht auf dem SPD Bundesparteitag. Quelle: imago/onemorepicture
Berlin

Mehrere Politiker aus der SPD wollen Juso-Chef Kühnert als Parteivorsitzenden oder zumindest, dass er mehr Verantwortung übernimmt.

“Ein frischer, junger Kopf würde uns -guttun“, zitiert der „Spiegel“ die kürzlich gewählte SPD-Vorsitzende in Schleswig-Holstein Serpil Midyatli. Sie sei sich sicher, „dass Kevin im nächsten Parteivorstand eine herausragende Rolle übernehmen wird.“

Der Vize-Vorsitzende des SPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen Veith Lemmen schätzt an Kühnert die „Fähigkeiten und Ansichten, welche die Bundespartei braucht“. Und ist sich sicher: „Er wird ganz vorne mitmischen“, wie ihn das Nachrichtenmagazin zitiert.

„Geht darum, den richtigen Weg einzuschlagen“

Auch die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange würde sich sehr freuen, wenn der 29-Jährige kandidiert, berichtet der „Spiegel“. Lange hatte gegen Nahles auf dem Bundesparteitag im April 2018 überraschend starke 27,6 Prozent geholt. Sie gilt als Vertreterin des linken Parteiflügels.

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Die Frage, ob sie selbst erneut kandidieren werde, ließ sie noch am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur offen. „Es geht nicht um mich.“ Es gehe darum, den richtigen Weg einzuschlagen, um jemanden für den Bundesvorsitz zu finden.

„Davon mache ich letzten Endes auch ein bisschen abhängig, wo ich mich wiederfinde.“ Jetzt scheint sie in Kühnert den richtigen Kandidaten ausgemacht zu haben.

Lange sieht es mit dem Rücktritt einer Person nicht getan

Nahles hatte am Sonntag den Rücktritt als Fraktions- und Parteivorsitzende angekündigt. Nun sucht die SPD nach einer neuen Führung. Bis zum nächsten Parteitag wird sie interimsweise von einer Troika geführt.

Für die Erneuerung der SPD sei wichtig zu erkennen, dass es nicht mit dem Rücktritt einer Person getan sei, sagte Lange weiter. „Wir brauchen neue Inhalte.“

Etwa bei den Themen Grundeinkommen und Gemeinwohlökonomie müsse die SPD die Spitze der Bewegung werden. Zudem müsse die Partei reformiert werden, um Vertrauen zurückzugewinnen. „Das geht nur durch Transparenz.“

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Von RND/ak/dpa

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