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Politik Linke-Chef Riexinger fordert 500 Euro mehr für Pflegepersonal
Nachrichten Politik Linke-Chef Riexinger fordert 500 Euro mehr für Pflegepersonal
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10:59 30.08.2019
Der Parteivorsitzende der Linken Bernd Riexinger fordert mehr Geld für Pflegepersonal. Quelle: imago images/photothek/Montage RND
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Berlin

Zur Linderung des aktuellen Pflegenotstands fordert Linke-Bundeschef Bernd Riexinger einen pauschalen Gehaltsaufschlag für Pflegepersonal, auch um ehemalige Fachkräfte zur Rückkehr zu bewegen. "Während Gesundheitsminister Spahn noch immer Fachkräfte aus aller Welt nach Deutschland holen will, werfen hier ausgebildete Pflegekräfte ihren Job im Schnitt nach fünf Jahren hin oder reduzieren ihre Stunden, weil sie die Arbeitsbedingungen nicht mehr ertragen können", sagte Riexinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Ich schlage deshalb vor, allen Pflegekräften monatlich 500 Euro brutto mehr zu bezahlen."

Riexinger geht davon aus, dass es eine stille Reserve von 100.000 ausgebildeten Pflegekräften gibt, die aufgrund schlechter Bedingungen nicht in ihrem Beruf arbeiten würden. "Die müssen wir nur wieder reaktivieren. Das ist eine Frage von Arbeitsbedingungen und Personalschlüsseln, aber eben auch vom Gehalt", sagte der Linke-Politiker.

Das ist eine Frage von Arbeitsbedingungen und Personalschlüsseln, aber eben auch vom Gehalt.

Bernd Riexinger; Linke-Bundesvorsitzender

Einzelne Kliniken würden bereits Aufschläge von mehreren hundert Euro zahlen, sie würden damit aber bis jetzt vor allem von anderen Kliniken das Personal abwerben. "Wenn man die Menschen in großer Zahl zurück in den Pflegeberuf holen möchte, dann darf man nicht kleckern, dann muss man klotzen", so Riexinger gegenüber dem RND. "Klar ist: Einen Beruf wertet man nicht durch warme Worte auf, sondern durch bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen."

Der Parteichef sagte, die Linke bleibe weiterhin bei ihrer Forderung von 14,50 Euro pro Stunde in der Altenpflege. "Außerdem wollen wir, dass perspektivisch niemand in der Altenpflege weniger als 3.000 Euro brutto verdient."

Von Thoralf Cleven/RND

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