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Politik Linken-Chef Riexinger wirft AfD nach Attentat in Frankfurt rassistische Hetze vor
Nachrichten Politik Linken-Chef Riexinger wirft AfD nach Attentat in Frankfurt rassistische Hetze vor
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22:09 29.07.2019
Der Vorsitzende der Partei Die Linke, Bernd Riexinger, hat die Reaktionen von AfD-Spitzenpolitikern auf das Attentat in Frankfurt scharf kritisiert. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
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Berlin/Frankfurt/Main

Das Attentat auf einen achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof hat bundesweit viele Emotionen ausgelöst. Nachdem das Innenministerium bekannt gegeben hat, dass der Tatverdächtige aus Eritrea stamme, ist erneut ein Streit um Migrationspolitik ausgebrochen.

Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger etwa schrieb auf Twitter: „Ein achtjähriges Kind stirbt nach einer schrecklichen Tat in Frankfurt und was macht die @AfD? Sie verbreiten ihre widerliche und rassistische Hetze auf @Twitter! Es geht ihnen darum Hass zu verbreiten und Menschen gegeneinander aufzuwiegeln.“

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sprach zuvor von einer abscheulichen Tat. Zugleich setzte Weidel sie in Verbindung zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. „Schützt endlich die Bürger unseres Landes - statt der grenzenlosen Willkommenskultur!“, schrieb sie bei Twitter. Parteivize Georg Pazderski äußerte sich ähnlich.

Hintergründe sind noch weitgehend unklar

Doch Hintergründe zum Motiv und zum Aufenthaltsstatus des 40-jährigen Mannes sind noch vollkommen unklar. Fest steht nur: Ein achtjähriger Junge ist im Frankfurter Hauptbahnhof von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestoßen und getötet worden. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest. Der Mann soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben. Die 40-jährige Mutter habe sich auf einen Fußweg zwischen zwei Gleisen gerettet. Die dritte Person konnte sich in Sicherheit bringen, ohne in die Gleise zu stürzen. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts und wertet Videoaufnahmen aus.

Auch Bundesinnenminister Seehofer warnte vor vorschnellen Schlussfolgerungen. „Ich nehme zur Kenntnis, dass in Teilen der Öffentlichkeit bereits jetzt eine Bewertung des Sachverhalts vorgenommen wird“, erklärte Seehofer am Montag. Das sei seriös aber erst möglich, wenn die Hintergründe aufgeklärt sind, betonte der Minister.

Von RND/dpa/cz