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Politik Migrationskommissar fordert: EU-Staaten sollen Flüchtlinge von deutschen Schiffen aufnehmen
Nachrichten Politik Migrationskommissar fordert: EU-Staaten sollen Flüchtlinge von deutschen Schiffen aufnehmen
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17:11 03.01.2019
Flüchtlinge auf der „Sea-Eye“. Quelle: Sea-Eye
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Brüssel

EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos hat EU-Staaten aufgefordert, Flüchtlinge von deutschen Schiffen aufzunehmen. „Es wird mehr Solidarität aller Mitgliedstaaten gebraucht“, sagte eine Sprecherin Avramopoulos’ am Donnerstag in Brüssel.

Der EU-Kommissar sei mit mehreren Mitgliedstaaten im Kontakt gewesen, um eine schnelle Ausschiffung der Menschen auf der „Sea-Watch 3“ und „Sea-Eye“ zu ermöglichen.

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Die „Sea-Watch 3“ des Berliner Vereins „Sea-Watch“ hatte am 22. Dezember 32 Migranten aufgenommen. Seitdem sucht das Schiff, das unter niederländischer Flagge fährt, einen Hafen. Ähnlich ergeht es der „Professor Albrecht Penck“, auch bekannt als „Sea Eye 2“.

Malta will Flüchtlinge nicht aufnehmen

Laut Regensburger Organisation „Sea-Eye“ warten 17 Gerettete und 18 Besatzungsmitglieder des unter deutscher Flagge fahrenden Schiffes auf die Einfahrt in einen Hafen. Malta erklärte sich laut Presseberichten am Mittwoch zwar bereit, beide Schiffe in seine Gewässer zu lassen. Anlegen durften sie in dem EU-Staat demnach aber nicht. An Silvester hatte die maltesische Marine 180 Menschen aus Seenot gerettet.

Die Bundesregierung setzt sich nach eigenen Angaben für eine rasche Lösung ein. Diese müsse aber „im Rahmen einer gemeinsamen europäischen Verantwortung und Solidarität“ eine ausgewogene Verteilung der aus Seenot Geretteten auf verschiedene EU-Staaten vorsehen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin.

EU-Kommission fordert schnelle Lösung

Im vergangenen Jahr hatten immer wieder Schiffe mit zahlreichen Geretteten an Bord im Mittelmeer ausharren müssen, bis sich die EU-Staaten auf eine Verteilung einigten. Auch Deutschland nahm dabei einen Teil der Menschen auf. Die Sprecherin der EU-Kommission erklärte am Donnerstag, die gegenwärtige Situation zeige erneut, dass „vorhersehbare und nachhaltige Lösungen“ dringend gebraucht würden.

Von RND/köp