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Politik Karliczek weist SPD-Vorstoß zurück: Wir dürfen die Betriebe nicht überfordern
Nachrichten Politik Karliczek weist SPD-Vorstoß zurück: Wir dürfen die Betriebe nicht überfordern
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17:55 28.01.2019
Wie hoch soll der Mindestlohn für Auszubildende sein? Darüber gibt es heftigen Streit in der großen Koalition. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Berlin

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Kritik der SPD an ihrem Entwurf für das Berufsbildungsgesetz und die Forderung nach einem Mindestlohn für Auszubildende in Höhe von 660 Euro zurückgewiesen. Eine Mindestausbildungsvergütung müsse „Maß und Mitte“ haben und „darf nicht ideologisch überfrachtet werden“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die Auszubildenden müssten sich auf eine Absicherung nach unten verlassen können, sagte die Ministerin. „Gleichzeitig dürfen wir die Betriebe nicht überfordern, um die Ausbildungsplätze zu erhalten“, setzte sie hinzu.

Das Bildungsministerium stehe mit den Ressorts für Arbeit und Wirtschaft „in intensiven Verhandlungen“, sagte Karliczek. „Die erforderliche Kompromissfindung ist schwierig“, ergänzte die CDU-Politikerin.

Nahles trägt Karliczeks Entwurf nicht mit

Der SPD-Parteivorstand fordert eine höhere Mindestvergütung als im Gesetzesentwurf Karliczeks vorgesehen. Nach dem Willen der Sozialdemokraten sollen Azubis mindestens 80 Prozent der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütung erhalten – ein Vorschlag der Jusos und des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Das entspreche mindestens 660 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr. Karliczek hat bislang lediglich eine Mindestvergütung von 504 Euro im ersten Lehrjahr in Aussicht gestellt. In darauffolgenden Lehrjahren soll die Vergütung dann bis auf 580 Euro steigen.

Aus Sicht der SPD ist das zu wenig. „Auf keinen Fall tragen wir das mit“, sagte SPD-Chefin Andrea Nahles dazu am Montag.

Lesen Sie auch ein Interview mit Anja Karliczek: „Liebe Erwachsene, wo ist eure gute Erziehung?“

Von Tobias Peter/RND

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