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Nachrichten Politik Neuer Nebenjob für Sigmar Gabriel
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14:50 27.03.2019
Hat jetzt noch einen Job: Ex-SPD-Chef und Ex-Außenminister Sigmar Gabriel Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin/München/Goslar/Pjöngjang

Der frühere SPD-Chef und Außenminister Sigmar Gabriel hat einen neuen Nebenjob. Er wird das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte beraten. Ein Sprecher des Konzerns in München bestätigte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass Gabriel in den Beirat des Unternehmens berufen werden soll. Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.

Ein Honorar erhält Gabriel für seine künftige Tätigkeit nicht. „Beiratsmitglieder bekommen nur eine Aufwandsentschädigung und Reisekosten“, sagte der Deloitte-Sprecher. Nach „Spiegel“-Informationen hat das Bundeskabinett am Mittwoch die neue Nebentätigkeit Gabriels abgesegnet. Die Ethikkommission prüft mögliche Interessenskonflikte bei neuen Tätigkeiten von Ex-Ministern. Gegen Gabriels Tätigkeit gab es keine Einwände.

Gabriels neuer Chef: Edmund Stoiber

Im Beirat von Deloitte sitzen diverse ehemalige Spitzenpolitiker wie der frühere Innenminister Otto Schily (SPD) und Grünen-Politiker Rezzo Schlauch, schreibt das Magazin. Das Gremium wird vom früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber geleitet und trifft sich nach Angaben des Unternehmens dreimal im Jahr.

Gabriel schreibt nach seinem Abschied aus der ersten Reihe der Politik nach der Bundestagswahl 2017 auch für den Holtzbrinck-Verlag. Der Bundestagsabgeordnete ist zurzeit auf einer Reise nach Nordkorea. Laut Gabriel ist der Besuch der abgeschotteten Diktatur ein lang gehegter Wunsch und die Reise „rein privat“.

Großer Bahnhof in Nordkorea

In Nordkorea aber wurde Gabriel gleich von einem der wichtigsten Außenpolitiker des totalitären Staates empfangen: Ri Su Yong, Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses der Obersten Volksversammlung.

Kurze Zeit später meldet die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA: „Der oberste Führer Kim Jong Un hat ein Geschenk von Sigmar Hartmut Gabriel erhalten, dem früheren Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei, der Mitglied des Deutschen Bundestages ist und die DVRK (Demokratische Volksrepublik Korea) besucht.“ Das Geschenk habe Ri stellvertretend entgegengenommen. Um was es sich handelt, verrät die Staatsagentur nicht.

Von RND/jps

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