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Politik Oettinger für Merz als Kanzlerkandidaten der Union
Nachrichten Politik Oettinger für Merz als Kanzlerkandidaten der Union
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10:26 26.12.2018
Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Berlin

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) kann sich Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten vorstellen. Fast die Hälfte der Parteitagsdelegierten hätten Merz als CDU-Vorsitzenden gewählt – „und ein CDU-Vorsitzender ist immer auch ein möglicher Kanzlerkandidat“, sagte Oettinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zuallererst liege die Entscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur bei der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die das erste Zugriffsrecht habe. Doch es gebe dabei „keinen Automatismus“.

Kramp-Karrenbauer hatte sich in einer Kampfabstimmung auf dem Bundesparteitag in Hamburg nur knapp gegen Merz durchgesetzt, der für den konservativen und wirtschaftsliberalen Flügel der Partei steht. Merz zeigte sich hinterher offen für ein Ministeramt in der Bundesregierung - mit einem Wechsel in die Bundesregierung von Angela Merkel (CDU) kann er allerdings derzeit nicht rechnen.

Aus Oettingers Sicht sollte Merz „ein Aktivposten“ in der CDU bleiben. „Er sollte zunächst einmal bei einem Parteiprojekt mitwirken – in einer Programmkommission oder in einem hochrangigen Beirat“, sagte der EU-Kommissar den Funke-Zeitungen. „Daneben könnte er in der privaten Wirtschaft tätig bleiben.“ Oettinger begrüßte es, dass Merz bereit bleibe, „seine Sachkompetenz einzubringen“. Zwar könne dafür nicht sofort die Regierung umgebildet werden. „Es wird aber zu Veränderungen in der Bundesregierung kommen – spätestens 2021 mit der nächsten regulären Bundestagswahl, vielleicht auch früher.“

Kramp-Karrenbauer dämpft Merz’ Ambitionen auf Ministerposten

Annegret Kramp-Karrenbauer macht ihrem vormaligen Konkurrenten um das Amt, Friedrich Merz, keine Hoffnungen auf einen Ministerposten. Sie habe beim letzten Kabinettsfrühstück durchgezählt und festgestellt: „Das Kabinett war vollzählig“, sagte Kramp-Karrenbauer der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Es gibt da also für die Kanzlerin keinen Handlungsbedarf.“

Von RND/dpa