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Nachrichten Politik Seehofer-Ministerium unterstützt Maas-Plan zu Flüchtlingen
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11:57 13.07.2019
Ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer: Deutschland soll künftig ein festes Kontingent an Geretteten aufnehmen. Quelle: dpa
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Berlin

Nach dem Willen von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sollen tagelange Irrfahrten privater Seenotretter auf der Suche nach sicheren Häfen der Vergangenheit angehören. Der SPD-Politiker hat eine Vorreiter-Initiative Deutschlands bei der Verteilung von aus dem Mittelmeer geretteten Migranten angekündigt. Jetzt erhält er Unterstützung von unerwarteter Seite – von Horst Seehofer (CSU).

„Wir müssen jetzt mit den Mitgliedsstaaten vorangehen, die bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen – alle anderen bleiben eingeladen, sich zu beteiligen“, hatte Maas dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Freitag gesagt. „Unser Angebot steht: Deutschland ist bereit, einen substanziellen Beitrag zu leisten und zu garantieren, immer ein festes Kontingent an Geretteten zu übernehmen.“

„Wir sehen uns in der Verantwortung“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (CSU), sieht in dem Vorstoß keinen Widerspruch zur Position seines Ministeriums. „Wir wollen, dass dieses unwürdige Schauspiel auf dem Mittelmeer beendet wird und stehen natürlich an der Spitze derer, die bereit sind, sich einzubringen“, sagte er dem RND am Samstag. „Wir wollen nicht, dass wir die einzigen sind, die Flüchtlinge aufnehmen, sehen uns aber in der Verantwortung.“

Deshalb habe Deutschland in diesem Jahr bereits 223 Flüchtlinge vom Mittelmeer aufgenommen und setze sich mit der EU-Kommission und der französischen Regierung seit vielen Monaten für einen Ad-hoc-Verteilmechanismus ein. Insofern stehe das, was Maas sage, nicht im Widerspruch zu dem, was das Bundesinnenministerium wolle.

Von Markus Decker/cb/RND

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