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Nachrichten Politik Seehofer will Bundesinnenminister bleiben
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12:25 12.11.2018
Horst Seehofer und Sachsens Innenminister Roland Wöller in Bautzen. Quelle: Monika Skolimowska/dpa
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Bautzen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat angekündigt, sein Amt als Parteivorsitzender der CSU niederzulegen. Über den Zeitpunkt gebe es derzeit noch Absprachen, sagte Seehofer am Montag im sächsischen Bautzen. Laut „Spiegel Online“ soll noch in dieser Woche eine Entscheidung darüber fallen.

Er hat nach eigenen Worten aber nicht vor, das Amt des Bundesinnenministers aufzugeben. „Ich bin Bundesinnenminister und werde das Amt weiter ausüben“, sagte er. Das Amt des CSU-Vorsitzenden werde er niederlegen. „Das Amt des Bundesinnenministers ist von dieser Entscheidung in keiner Weise berührt.“

Seehofer seit Bayern-Wahl stark unter Druck

Damit widersprach er Informationen vom Vortag. Der 69-Jährige soll am Abend nach Medien- und Nachrichtenagenturberichten bei Beratungen der engsten Parteispitze in München angekündigt haben, beide Spitzenämter im kommenden Jahr abgeben zu wollen.

Den Berichten zufolge sollte sein Nachfolger auf einem Sonderparteitag gekürt werden. Als wahrscheinlich gilt, dass Bayerns Ministerpräsident Markurs Söder den Posten übernimmt.

Nun also nahm Seehofer in Bautzen Stellung zu den Berichten. Dorthin war er gekommen, um ein Fahndungs- und Kompetenzzentrum der Polizei zu eröffnen. Zahlreiche Journalisten warteten schon auf ihn. Auf die Frage, ob er gut geschlafen habe, lächelte er.

+++ Lesen Sie hier unseren Kommentar zum angekündigten Rücktritt Seehofers.

Seehofer war zuletzt stark unter Druck geraten – auch angesichts der schlechten Wahlergebnisse für die CSU bei der Landtagswahl in Bayern. Dabei hatte die Partei ihre absolute Mehrheit verloren und regiert nun in einer Koalition mit den Freien Wählern.

Von RND/dpa/das

Nun ist es offiziell: Thomas Haldenwang soll Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz werden. Das hat Horst Seehofer in einer Mitteilung bekannt gegeben.

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