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Nachrichten Politik So teuer wird in Zukunft die Pflegeversicherung
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11:26 16.01.2019
Die Pflegeversicherung dürfte in den nächsten Jahren deutlich teurer werden. Eine Studie prognostiziert jetzt einen Anstieg des Beitragssatzes auf 4,25 Prozent bis zum Jahr 2045. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Berlin

Die Beiträge zur Pflegeversicherung müssen einer Studie zufolge in sechs Jahren erneut steigen, um die wachsenden Kosten der alternden Gesellschaft zu decken. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Demnach errechneten die Wissenschaftler des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, dass der Beitrag zwischen den Jahren 2025 und 2045 auf 4,25 Prozent steigen werde. Zu Beginn des Jahres war der Beitragssatz um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens angehoben worden.

In ihrer Analyse gehen die Forscher zudem davon aus, dass bis zum Jahr 2045 fünf Millionen Menschen in Deutschland Pflege benötigen werden. Im Jahr 2017 waren es erst 3,3 Millionen Hilfsbedürftige. Unberücksichtigt bleiben mögliche Kostensteigerungen durch Leistungsausweitungen und eine bessere Bezahlung von Pflegepersonal. Die Studie heizt die Debatte über die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung an.

„Solidargemeinschaft muss pflegebedingte Leistungen übernehmen“

Der Sozialverband VdK fordert den Umbau zu einer Vollversicherung. „Generell muss deutlich mehr Geld in die Pflegeversicherung fließen, etwa über einen stetigen, steuerfinanzierten Bundeszuschuss“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir brauchen perspektivisch eine Pflegevollversicherung, in der die pflegebedingten Leistungen von der Solidargemeinschaft übernommen werden.“ Das Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung müsse auf die Pflegeversicherung übertragen werden.

Bentele sagte, es dürfte nicht sein, dass die Pflegebedürftigen finanziell immer stärker belastet würden. „Pflege ist bereits heute allzu oft ein Armutsrisiko. Weitere Kostensteigerungen in der Pflege dürfen daher nicht zu einer höheren Belastung der Pflegebedürftigen und ihrer Familien führen“, fordert die VdK-Präsidentin. Die Pflegeversicherung sei von vornherein als Teilkostenversicherung und damit als bloßer Zuschuss zu den tatsächlichen Pflegekosten konzipiert gewesen. Das wesentliche Ziel, zu verhindern, dass durch Pflegebedürftigkeit weite Teile der Bevölkerung von Sozialhilfe abhängig werden, werde heute jedoch nicht mehr erreicht.

Lesen Sie auch: Stimmung in der Pflegebranche wird immer schlechter

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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