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Politik Spahn will Ausbildungen von Assistenten in Apotheken und OP-Sälen reformieren
Nachrichten Politik Spahn will Ausbildungen von Assistenten in Apotheken und OP-Sälen reformieren
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05:00 18.04.2019
Einsatz im OP-Saal: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will unter anderem die Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten reformieren. Quelle: Sven Hoppe/dpa
Berlin

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nach der Hebammenausbildung auch die Ausbildung für Assistenten in Apotheken und OP-Sälen reformieren. Das geht aus zwei Gesetzentwürfen hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen und nun ins Anhörungsverfahren gegeben worden sind. Konkret geht um die Ausbildung zu pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) sowie zu Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten (ATA/OTA). Die ersten Ausbildungen nach den neuen Regeln sollen jeweils zum 1. Januar 2021 starten.

Spahn sagte, das Gesundheitswesen brauche gut ausgebildete Fachkräfte: „Und wir brauchen Ausbildungen, die auf der Höhe der Zeit sind. Dies setzen wir seit 12 Monaten konsequent in allen Bereichen um. Nun auch für diese beiden Berufsbilder.“

„Ein modernes Berufsbild“

Laut Gesundheitsministerium sollen Apothekenleitungen künftig die Möglichkeit erhalten, pharmazeutisch-technischen Assistenten mehr Verantwortung zu übertragen und eine selbstständigere Ausübung pharmazeutischer Tätigkeiten zu gestatten. „Patientinnen und Patienten erwarten in ihrer Apotheke eine gute Beratung und kompetente Information zu Arzneimitteln. Dafür stärken wir diese Kompetenzen in der Ausbildung der pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten und sorgen für ein modernes Berufsbild“, sagte Spahn. Die PTA-Ausbildung soll künftig wie bisher zweieinhalb Jahre dauern und mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen werden. Zuletzt waren die Regelungen im Jahr 1997 reformiert worden.

Die Inhalte der Ausbildungen zu Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenten sollen ebenfalls überarbeitet werden – auch mit Blick auf eigenverantwortliche Aufgaben bei Diagnostik und Therapien. „Wir gehen endlich an, was die Bundesländer seit über 10 Jahren fordern und schaffen erstmals einheitliche Regelungen für die Ausbildung der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten“, sagte Gesundheitsminister Spahn. „Das dient der Patientensicherheit. Denn die Krankenhäuser brauchen diese hoch qualifizierten Fachkräfte mehr denn je.“

Lesen Sie auch: Gesetzentwurf von Spahn: Hebammen müssen künftig generell studieren

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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