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14:12 04.06.2019
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, hat einst selbst von einer Urwahl profitiert Quelle: Ole Spata/dpa
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Altenau/Berlin

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) befürwortet eine Urwahl für die Spitze der SPD. „Ich kann dem etwas abgewinnen“, sagte Weil am Dienstag. Voraussetzung sei allerdings, dass es echte Alternativen bei der Abstimmung gebe, fügte er hinzu.

In Niedersachsen habe die SPD mit einer Urwahl des Vorsitzenden 2011 gute Erfahrungen gemacht, sagte der Regierungschef. Damals hatte sich Weil gegen den jetzigen niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies durchgesetzt.

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Weil äußerte sich auf einer Wanderung auf den Brocken im Harz, die er aus Anlass des bevorstehenden 30-jährigen Jubiläums der innerdeutschen Grenzöffnung zusammen mit seinem Amtskollegen Reiner Haseloff (CDU) aus Sachsen-Anhalt unternommen hat.

Suche wird dauern

Der niedersächsische Ministerpräsident ist sich allerdings auch sicher, dass die Suche nach einer neuen Parteispitze für die Sozialdemokraten dauern werde. „Darüber muss die SPD mehrere Nächte schlafen. Möglicherweise sogar sehr viele Nächte.“

Weil äußerte sich nicht dazu, wen er dafür geeignet hält, den Vorsitz zu übernehmen. Einige Namen wie Simone Lange oder Kevin Kühnert werden schon gehandelt. Auf die Frage, ob er selbst zur Verfügung stehe, wenn die Basis ihn rufe, sagte Weil: „Ich fühle mich hier in Niedersachsen sauwohl.“

Meinungsbild der Basis einholen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich unterdessen dafür ausgesprochen, vor der Ernennung einer neuen SPD-Spitze zunächst ein Meinungsbild an der Parteibasis einzuholen.

Es sei wichtig, „erstmal vor Ort zu diskutieren“, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Man wolle der Basis „zuhören“ und Vorschläge sammeln, anstatt in den ersten Tagen vorzupreschen und zu sagen, wie das Verfahren laufen solle.

Der SPD-Vorstand hatte am Montag in Berlin entschieden, nach dem Rückzug von Andrea Nahles als Parteichefin die drei Vize-Vorsitzenden Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel mit der kommissarischen Führung zu betrauen. Wie auch Vizekanzler Olaf Scholz erklärten die drei, nicht für den Vorsitz zur Verfügung zu stehen.

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Von dpa/RND

04.06.2019
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