Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Stromtrassen: Seehofer will abzweigen
Nachrichten Politik Stromtrassen: Seehofer will abzweigen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:00 10.10.2014
Anzeige
Berlin

Das Gipfeltreffen zum Netzausbau im Rahmen der Energiewende zwischen Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) endete mit einer Vertagung. Die Planungen werden noch einmal überprüft, eine Entscheidung soll Anfang 2015 fallen.

Zuvor hatte Seehofer einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Nord-Süd-Stromtrasse, der sogenannte „Suedlink“, soll einen Abzweig nach Gundremmingen bekommen, die Süd-Ost-Verbindung nach Sachsen-Anhalt lehnen die Bayern ab.

Anzeige

Bayern signalisiert Gesprächsbereitschaft in Bezug auf die geplante Stromtrasse von Schleswig-Holstein Richtung Baden-Württemberg, die im kommenden Jahrzehnt gebaut werden soll. „Bayern ist am Gelingen der Energiewende interessiert, aber es kann nur das realisiert werden, was notwendig, bezahlbar und umweltverträglich ist“, erklärte ein Sprecher der Staatsregierung. „Beim Suedlink muss der Nachweis der Notwendigkeit erbracht werden.“ Das aber sei keineswegs unmöglich. Zentral ist für Bayern der Aspekt Versorgungssicherheit. Um Schwankungen beim Windstrom aus dem Norden auszugleichen, soll nötigenfalls ein weiteres Gaskraftwerk errichtet werden. Man müsse die Trasse und die Frage von Reserve-Kraftwerkskapazität „im Paket verhandeln“, hieß es. Die Süd-Ost-Verbindung entlang der Autobahn A 9, die in Sachsen-Anhalt endet und durch Thüringen führt, wird nach Überzeugung der bayrischen Regierung nicht gebaut.

Umweltminister der Grünen hatten Seehofer zuvor scharf kritisiert. „Der notwendige Netzausbau von Nord- nach Süddeutschland darf nicht torpediert werden“, schrieben die für Energie und Umwelt zuständigen Landesminister in einem Brief an Gabriel, darunter der Kieler Energieminister Robert Habeck. Seehofers „Bestrebungen, das Projekt generell infrage zu stellen, sind ein verantwortungsloser Angriff auf die Energiewende und Versorgungssicherheit in Deutschland.“ Frank Lindscheid



OZ

Nach den schweren Krawallen zwischen Kurden und Islamisten sind Polizei und Politik in Deutschland alarmiert.

10.10.2014

Ungeachtet zahlreicher US-geführter Luftangriffe auf Stellungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sind IS-Kämpfer weiter in die Stadt Kobane vorgerückt.

10.10.2014

EU-Richter: Aber nur bei Engpass im Heimatland.

10.10.2014