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01:30 05.11.2014
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Berlin

Die geplanten Nord- Süd-Stromautobahnen sind für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar. Das haben die vier Betreiber der Stromnetze in Deutschland bekräftigt. Das gelte besonders für die Südost-Trasse, die Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ablehnt. Die Netzbetreiber wollen sie noch verlängern. Auch die Südlink-Trasse von Schleswig- Holstein nach Baden-Württemberg soll mehr Windstrom in die süddeutschen Industriezentren leiten. Der Norden reagiert zufrieden.

Der überarbeitete Netzentwicklungsplan berücksichtigt neue Annahmen zum Ausbau des Ökostroms, die sich aus Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ergeben. Für die Netzbetreiber Tennet, Amprion, 50 Hertz und TransnetBW steht nunmehr fest, dass noch mehr Windstrom nach Süden transportiert werden muss. Zudem führe das neue EEG zu mehr Windparks im Nordosten.

Die Netzbetreiber wollen deshalb die besonders umstrittene Südost-Trasse von Sachsen-Anhalt nach Bayern weiter in den Norden verlängern. Sie soll jetzt nicht mehr beim Braunkohlerevier von Sachsen-Anhalt starten, sondern gut 100 Kilometer weiter nördlich in Wolmirstedt bei Magdeburg. In dieser Region drehen sich zahlreiche Windräder. Zudem soll in Wolmirstedt eine von 220 auf 380kV ertüchtigte Stromleitung aus Güstrow enden. Als neuer Endpunkt der Südost-Leitung im Süden ist das Atomkraftwerk Grundremmingen geplant, von wo aus der Strom dann weiterverteilt werden soll.

Netzverstärkungen sind zudem für die Leitungen Pasewalk-Iven- Lubmin und Lubmin-Lüdershagen-Bentwisch-Güstrow vorgesehen. Sie sollen ebenfalls von 220 auf 380 kV aufgerüstet werden.

Entsprechend zufrieden äußerte sich in Schwerin Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD). „Das sind weitere notwendige Schritte zur Ableitung des im Land erzeugten Stroms“, sagte Pegel der OZ. Der Produktionsstandort Mecklenburg- Vorpommern werde gestärkt.

Seehofer hatte die Südost-Trasse entschieden abgelehnt: Damit solle in Wahrheit Braunkohlestrom nach Bayern geleitet werden. Mit Verlängerung der Leitung nach Norden verliert dieser Einwand an Stichhaltigkeit. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) kündigte die Stellungnahme der Landesregierung zur neuen Planung für das Frühjahr 2015 an.



Arnold Petersen

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