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Politik Trump nannte Merkel „geisteskrank“
Nachrichten Politik Trump nannte Merkel „geisteskrank“
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16:56 17.03.2017
Merkels erster Besuch bei Donald Trump steht unter schwierigen Vorzeichen. Quelle: dpa
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Washington

Im Sommer 2015 war Donald Trump voll des Lobes über Kanzlerin Angela Merkel. Sie sei die „größte Führerin der heutigen Welt“, schwärmte der damalige Präsidentschaftskandidat. „Deutschland lehnt sich still zurück, sammelt Geld ein und macht damit ein Vermögen“, schwärmte er. „Sie ist fantastisch.“

Es war das letzte Mal, dass der Republikaner die deutsche Regierungschefin in den höchsten Tönen loben würde. Europa befand sich damals mitten in der Flüchtlingskrise. Nur wenige Tage nach dem wohlwollenden Zitat entschied Merkel, dass Deutschland seine Grenzen für Flüchtlinge öffnen sollte, die über die Balkanroute auf dem Weg in die Bundesrepublik waren. Für Donald Trump katapultierte sich Merkel mit dieser Politik in die Reihe derer, die Ziel seiner Hasstiraden waren und sind.

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Im September desselben Jahres nannte Trump Merkel „wahnsinnig“. Im Dezember als das TIME Magazine Angela Merkel zur Person des Jahre 2015 wählte, sagte Trump, dass die CDU-Politikerin Deutschland „ruiniert“ habe. Nach den Anschlägen in Würzburg und Ansbach behauptete der Republikaner gar, dass Deutschland selbst schuld an den Attentaten sei. Zuletzt sagte Trump im Januar 2017: „Ich denke, dass Merkel einen sehr katastrophalen Fehler gemacht hat, und das war, dass sie diese ganzen Illegalen reingelassen hat.“

Für den Besuch von Angela Merkel in Washington sind dies keine guten Vorzeichen. Wenn die beiden Politiker am Freitagmittag Ortszeit im Weißen Haus zusammen treffen, wird ohne Frage auch die Flüchtlingspolitik zur Rede kommen. Es wäre interessant zu erfahren, welche Worte der US-Präsident dieses Mal wählen wird.

Von RND/aks