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08:44 08.10.2017
Trumps Drohung: „Nur eine Sache wird funktionieren“. Quelle: AP
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Washington

Über 25 Jahre hinweg hätten die US-Regierungen sich um Dialog und Verhandlungslösungen bemüht. Alles sei vergebens gewesen, ließ der Chef des Weißen Hauses am Sonnabend per Twitter wissen. Wörtlich schreibt der Präsident: „Hat nicht funktioniert, Abmachungen wurden verletzt, bevor die Tinte trocken war, US-Unterhändler wurden zum Narren gehalten. Sorry, aber nur eine Sache wird funktionieren!“

Weitere Erläuterungen wollte die US-Regierung am Abend (Ortszeit) zunächst nicht geben. Mehrere Beobachter erinnerten aber an Trumps Bemerkung bei seinem jüngsten Treffen mit hochrangigen Militärs: „Vielleicht ist es die Ruhe vor dem Sturm“, hatte der 71-Jährige am Donnerstagabend gegenüber Journalisten gesagt, ohne genauer zu erläutern, was er damit meinte.

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Auch Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders bleibt auf Nachfrage eher unbestimmt: „Ich denke, er hat nur einen allgemeinen Kommentar gemacht. Ich weiß von nichts Besonderem, auf das er sich bezogen hat.“

Bereits vor einer Woche bezeichnete Trump weitere Verhandlungen mit dem Regime als Zeitverschwendung - ausgerechnet an dem Tag, als sich US-Außenminister Rex Tillerson in Peking

um neue Gesprächskanäle nach Pjöngjang bemühte. Und im Wahlkampf hatte Trump betont, militärische Aktionen grundsätzlich nicht ankündigen zu wollen. Auch der Raketenangriff im April auf einen syrischen Flugplatz kam für viele Beobachter überraschend.

In Regierungskreisen war am Sonnabend in Washington denn auch eine deutliche Verunsicherung zu spüren, da die Kurznachrichten offenbar nicht mit den zivilen Beratern abgesprochen waren.

Der US-Sender CNN erinnerte an Trumps Aussagen, wonach mit Blick auf Nordkorea alle Optionen auf dem Tisch lägen - inklusive der militärischen. Da das Regime in Pjöngjang regelmäßig mit Atombomben- und Raketentests gegen Vorgaben der Vereinten Nationen verstoße, müsse ein Strategiewechsel ins Auge gefasst werden.

Aus amerikanischen Regierungskreisen verlautete in den vergangenen Wochen, dass es nicht akzeptabel sei, wenn Nordkorea an atomwaffenfähigen Raketen arbeite, mit denen das amerikanische Festland erreicht werden kann.

Von Stefan Koch

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