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Politik US-Firmen trennen sich von Waffenlobby NRA
Nachrichten Politik US-Firmen trennen sich von Waffenlobby NRA
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12:27 24.02.2018
Ein Schüler hält ein Anti-NRA-Schild auf einer Demonstration für strengere Waffengesetze. Quelle: imago/ZUMA Press
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Washington

Nach landesweiten Protesten gegen die mächtige US-amerikanische Waffenlobby NRA und einem Boykott-Aufruf via Twitter, haben mehrere Unternehmen reagiert und angekündigt, Vergünstigungen für Mitglieder der National Rifle Association zu beenden.

Am Freitag informierte die Autovermietung Hertz, dass das Rabatt-Programm für NRA-Mitglieder gestrichen sei. Dem schlossen sich unter anderem auch der Versicherungskonzern MetLife, die Internet-Sicherheitsfirma Symantec und große Hotelketten wie Bestwestern und Wyndham Hotels an.

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Am Donnerstag hatte die First National Bank im US-Staat Omaha bekannt gegeben, eine NRA-Kreditkarte nicht weiter herauszugeben. Auch hier waren die Rückmeldungen von Kunden der Grund für ein Ende der Kooperationen.

Besonders unter Druck geraten war die Versicherungskonzern Chubb. Dieser stellt NRA-Mitgliedern ein Versicherungsmodell bereit, das greift, sobald der Waffenbesitzer jemanden erschießt und auf Selbstverteidigung plädiert. Chubb kündigte an, diese „NRA Carry Guard“-Versicherung aus dem Katalog zu streichen.

Auch der Online-Riese Amazon wird in Sozialen Medien kritisiert. Unter dem Hashtag #stopNRAmazon fordern Waffengegner den Versandhändler dazu auf, das US-Streamingangebot der Waffenlobby NRATV aus dem Programm zu nehmen. Schauspieler wie Alyssa Milano und Evan Handler schlossen sich den Protesten an.

Die Debatte über schärfere Waffengesetze war nach dem Schulmassaker von Parkland erneut entbrannt. Ein ehemaliger Schüler hatte vergangene Woche in der Schule in Florida 17 Menschen erschossen. NRA-Chef Wayne LaPierre verteidigte das bestehende Waffenrecht. Befürworter von strengeren Kontrollen würden Tragödien wie Parkland ausnutzen, sagte er am Donnerstag auf dem Jahrestreffen der konservativen Organisation CPAC.

Von RND/dpa