Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Video zeigt verzweifelte haitianische Migrantin an Mexikos Südgrenze
Nachrichten Politik Video zeigt verzweifelte haitianische Migrantin an Mexikos Südgrenze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:53 27.06.2019
Mexikanische Beamte stehen an der Stelle, wo die Leichen eines Migranten aus El Salvador und seiner fast zweijährigen Tochter am Ufer des Rio Grande im mexikanischen Matamoros gefunden wurden. Quelle: Julia Le Duc/AP/dpa
Anzeige
Tapachula

Nach dem Schock-Foto von der mexikanischen Grenze zu den USA werden nun auch von Mexikos Südgrenze Bilder notleidender Migranten im Internet verbreitet. Die mexikanische Zeitung „El Universal“ veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) ein Video einer Frau in einem Auffanglager nahe der Grenze zu Guatemala, die nach eigenen Angaben aus Haiti stammt und weinend um Hilfe für sich und ihr kleines Kind bittet.

Es gebe kein Trinkwasser und zu wenig zu essen, sagt sie auf dem Boden liegend, durch einen Spalt unter dem Tor des Lagers. Ihr 14 Monate alter Sohn sei seit einigen Tagen krank. „Hilfe“ und „Gerechtigkeit“, ruft die junge Frau immer wieder.

Ein Foto von Mexikos Nordgrenze hatte zuletzt in aller Welt Bestürzung ausgelöst. Es zeigt nach Medienberichten die Leichen eines jungen Mannes aus El Salvador und seiner knapp zweijährigen Tochter am Ufer des Rio Grande. Der Mann und das Mädchen seien bei dem Versuch ertrunken, über den Grenzfluss illegal aus Mexiko in die USA zu gelangen.

Lesen Sie auch: Vater und Tochter im US-Grenzfluss gestorben: Großmutter wollte Flucht verhindern

USA schicken rund 15.000 Menschen zurück

Die Situation an der Grenze spitzte sich in den vergangenen Monaten dramatisch zu. Allein im Mai setzten US-Grenzpolizisten mehr als 144.000 Menschen vorwiegend aus Mittelamerika fest, die vor Gewalt und Armut in ihren Heimatländern geflüchtet waren.

Seit einigen Monaten müssen Migranten auf der mexikanischen Seite der Grenze warten, bis über ihre US-Asylanträge entschieden wird – rund 15.000 Menschen wurden nach Mexiko zurückgeschickt.

Nachdem US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen auf alle Importe aus Mexiko gedroht hatte, setzte das lateinamerikanische Nachbarland inzwischen knapp 15.000 Soldaten an der gemeinsamen Grenze ein, um die illegale Migration in die USA zu verhindern. An der Grenze zu Guatemala sind seit Kurzem insgesamt rund 6500 Angehörige der mexikanischen Armee und der Nationalgarde im Einsatz.

Von RND/dpa/lf

Dem AfD-Landesvorsitzenden von Mecklenburg-Vorpommern, Dennis Augustin, droht wegen einer mutmaßlichen NPD-Vergangenheit der Rauswurf aus seiner Partei. AfD-Chef Alexander Gauland sagte am Donnerstag: „Die zuständigen Gremien sollten ein Parteiausschlussverfahren einleiten.“

27.06.2019
Politik Kommentar Sea Watch - Sind wir noch zu retten?

Auf dem Mittelmeer ist die Rettung Geflüchteter seit dem Rückzug europäischer Missionen mehr oder weniger Privatsache. Nun werden die Retter kriminalisiert, während sich die Politik im Beamten-Mikado übt. Das ist zynisch, meint Thoralf Cleven.

27.06.2019

Das private Seenotrettungsschiff „Sea Watch 3“ ist am Mittwoch trotz Anlegeverbot in italienische Gewässer eingefahren, um die 42 Geretteten nach über zwei Wochen auf dem Mittelmeer an Land zu bringen. Im RND-Interview spricht „Sea Watch“-Sprecher Ruben Neugebauer über die Situation der Besatzung und drohende Strafen.

27.06.2019