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Nachrichten Politik Von Neuwahlen würde die AfD profitieren
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17:30 29.11.2017
29 Prozent der Befragten würden eine Neuwahl bevorzugen. Quelle: dpa
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Hannover

Unmittelbar vor dem Treffen der Spitzen von CDU, CSU und SPD mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner erwarten viele Bundesbürger im Falle von Neuwahlen einen Aufschwung der AfD. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) hervor. Demnach glauben 41 Prozent der Befragten, dass die Rechtspopulisten bei einem erneuten Urnengang „auf jeden Fall“ oder „eher“ Stimmen dazugewinnen würden. Nur 17 Prozent rechnen „eher“ oder „auf jeden Fall“ mit einem Stimmenverlust. 16 Prozent glauben, dass die AfD ihr Stimmenergebnis in etwa halten würde.

Bei der „Sonntagsfrage“ wurde die FDP nach den gescheiterten Jamaika-Sondierungen abgestraft und erhielte bei einer Bundestagswahl nur noch 9 Prozent der Stimmen und würde damit auf dem sechsten Platz der im Bundestag vertretenen Parteien kommen. Die Union erhielte 32, die SPD bei 21 Prozentpunkte. Die AfD käme auf 13, Linke sowie Grüne auf jeweils 10. Auf die Frage, welche Option sie nach dem Jamaika-Aus bevorzugen würden, nannten 32 Prozent der Befragten die Bildung einer Großen Koalition. Knapp dahinter folgte die Neuwahl-Option, die 29 Prozent der Befragten bevorzugen würden. Deutlich unbeliebter wäre eine von der Union geführte Minderheitsregierung. Nur 16 Prozent der Befragten würden diese im Bund noch nie dagewesene Regierungsform bevorzugen. 9 Prozent wünschen sich einen weiteren Versuch, die Jamaika-Verhandlungen doch noch zu einem Erfolg zu bringen. Für die Umfrage im Auftrag des RND hat YouGov zwischen dem 24. und dem 28. November insgesamt 1938 Bundesbürger befragt.

Von RND/Andreas Niesmann

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